BRICS-Bank genehmigt erste Investitionen von 811 Millionen US-Dollar in erneuerbare Energie

BRICS-Bank genehmigt erste Investitionen von 811 Millionen US-Dollar in erneuerbare Energie
Die Neue Entwicklungsbank der BRICS-Staaten (NDB) hat das erste Darlehenspaket in Höhe von 811 Millionen US-Dollar genehmigt. Das Geld erhalten vier Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien in Brasilien, China, Südafrika und Indien.

Die Entscheidung, das erste Darlehenspaket zu genehmigen, das in mehreren Tranchen überwiesen wird, wurde vom NDB-Vorstand am Rande des Frühjahrtreffens des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington genehmigt, meldete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Flaggen der BRICS-Staaten

Laut NDB-Beschluss erhalten Brasilien 300 Millionen US-Dollar, China 81 Millionen US-Dollar, Indien 250 Millionen US-Dollar und Südafrika 180 Millionen US-Dollar. Die Bank erwartet, dass diese Projekte mit einer Gesamtleistung von 2,37 Megawatt dazu beitragen werden, die Schadstoffemissionen der betroffenen Länder insgesamt um vier Millionen Tonnen jährlich zu reduzieren.

„Viele weitere neue Projekte werden entwickelt, auch in Russland. Sie befinden sich in den verschiedensten Stadien“, führte die Pressestelle der Bank weiter aus.

Die Minister der NDB-Mitgliedsstaaten diskutierten ferner die Gründung einer eigenen Rating-Agentur, um die westliche Vorherrschaft in diesem relevanten Sektor herauszufordern.

„Die Beratungen waren der Zweckmäßigkeit der Gründung einer BRICS-Rating-Agentur gewidmet“, schloss die Stellungnahme. „Es wurde beschlossen, dass künftig eine technische Arbeitsgruppe die Fragen gründlich untersucht“.

Die sogenannte Neue Entwicklungsbank der BRICS-Staaten wurde von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gegründet und nahm ihre Arbeit im Juli 2015 auf. Das Anfangskapital der Bank liegt bei 100 Milliarden US-Dollar. Das Ziel der in Shanghai ansässigen Bank ist es, Infrastrukurprojekte in Schwellenländern mit Fokus auf deren Nachhaltigkeit zu finanzieren.