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Moskau und Teheran planen strategisches Kanal-Projekt vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf

Moskau und Teheran planen strategisches Kanal-Projekt vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf
Moskau und Teheran halten derzeit Gespräche über den Bau eines Schiffskanals vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf ab. Das hat der iranische Botschafter in Russland, Mehdi Sanaei, im Gespräch mit Studenten in Sankt Petersburg mitgeteilt. Die Strecke würde durch iranisches Staatsterritorium gehen.

„Ja, das Thema wird diskutiert“, sagte der Botschafter am Donnerstag, zitierte die Nachrichtenagentur TASS seine Antwort auf eine Frage aus dem Auditorium, die in diese Richtung zielte.

Das Kaspische Meer ist das größte, geschlossene Binnengewässer der Welt. Die Küste ist 7.000 Kilometer lang und grenzt an Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Iran und Aserbaidschan.

Der russische Außenminister, Sergej Lawrow, erklärte ebenfalls am Donnerstag, dass Russland, Aserbaidschan und Iran sich darauf geeinigt hätten, die Einrichtung eines Nord-Süd-Transportkorridors voranzutreiben. Die Staaten wollten ihren Handel stärker im westlichen Teil des Kaspischen Meeres abwickeln.

Sollte der Nord-Süd-Korridor verwirklicht werden, wird erwartet, dass die zeitliche Dauer des Frachtverkehrs von Indien nach Zentralasien und Russland signifikant verkürzt werden würde. Gegenwärtig dauert es rund 40 Tage, Güter von Mumbai in Indien nach Sankt Petersburg in Russland auszuführen. Die neue Transportroute könnte diese Zeit auf 14 Tage reduzieren.

Der Korridor dürfte zudem den weiten Weg über den überlasteten und zugleich teuren Suez-Kanal in Zukunft umgehen.

 

 

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