Syrische Regierung: Wirtschaftlicher Schaden des Krieges beträgt über 200 Milliarden US-Dollar

Syrische Regierung: Wirtschaftlicher Schaden des Krieges beträgt über 200 Milliarden US-Dollar
Der wirtschaftliche Schaden durch den Bürgerkrieg in Syrien, der seit 2011 wütet, beläuft sich auf über 200 Milliarden US-Dollar. Dies erklärte der syrische Präsident Baschar al-Assad im Interview mit RIA Novosti. Er sagte, Verträge für den Wiederaufbau des Landes würden bevorzugt an Russland, China und Iran vergeben werden.

„Der wirtschaftliche Schaden und die Zerstörung an der Infrastruktur überschreiten 200 Milliarden US-Dollar. Wirtschaftliche Fragen können erst gelöst werden, nachdem Syrien stabilisiert wurde. Aber die Rekonstruktion der Infrastruktur benötigt eine lange Zeit“, informierte al-Assad im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur.

In diesem Zusammenhang gab er an, dass sich westliche Staaten, die zuvor versucht hatten ihn zu stürzen, bereits anstellen würden, um lukrative Deals für den Wiederaufbau des Landes zu erhalten. Doch Damaskus werde sich dabei auf seine Alliierten - Russland, China und Iran - konzentrieren.

„Ich glaube, dass zahlreiche Länder gegen Syrien waren. Ich meine, zuvorderst werden westliche Staaten ihre Unternehmen delegieren, um am Wiederaufbau-Prozess teilzunehmen. Wie auch immer, für uns in Syrien besteht absolut kein Zweifel daran, dass wir zuallererst freundlich gesinnte Staaten um Hilfe bitten werden“, sagte der syrische Präsident.

Er fügte hinzu:

„Wenn man diese Frage einem syrischen Bürger stellen würde, wäre seine politische und emotionale Antwort, dass wir Unternehmen aus diesen drei Ländern, zuvorderst aus Russland, willkommen heißen sollten.“

Laut Assad werde Syrien der russischen Wirtschaft Hunderte von Infrastrukturprojekten in den verschiedensten Bereichen und Spezialisierungen in Aussicht stellen.

Im Verlauf der vergangenen fünf Jahre sind laut UN-Angaben mehr als 220.000 Menschen in Syrien ums Leben gekommen, Millionen weiterer Bürger wurden vertrieben.