Goldman Sachs: "Ölpreis-Spuk" könnte bald vorüber sein

Goldman Sachs: "Ölpreis-Spuk" könnte bald vorüber sein
Der Rohölmarkt könnte schon bald beginnen sich zu erholen, während die US-Produktion allmählich absackt und Output-Unterbrechungen unter Nicht-OPEC-Staaten anhalten. Diese Entwicklung könnte das weltweite Erdöl-Überangebot wieder ins Gleichgewicht bringen. Zu diesem Schluss kam die einflussreiche US-Investmentbank Goldman Sachs.

„Lagerungsbeschränkungen und ein immer noch großes Überangebot werden in den kommenden Monaten die Preise weiter in einem trendlosen und volatilen Bereich halten“, analysiert Goldman Sachs in einem aktuellen Bericht.

Die Prognose von Goldman Sachs geht davon aus, dass Erdöl im zweiten Quartal dieses Jahres zwischen 25 und 45 US-Dollar das Barrel verkauft werden dürfte, nachdem das Intervall im ersten Quartal zwischen 20 und 40 US-Dollar lag. Der Report korrigierte jedoch seine Preisprognose für das Barrel Öl der Marke WTI von 60 US-Dollar auf 57.

Die Ölpreise könnten in den kommenden Wochen steigen. Die US-Lagerbestände, die auf einem Rekordniveau sind, könnten zunächst die Produktionsrückgänge in den Vereinigten Staaten ausgleichen, mutmaßen Goldman-Sachs-Analysten.

„Wir erwarten kein Wachstum vonseiten der OPEC und Russland nach dem zweiten Quartal bei zeitgleich elastischem Nachfragewachstum. Unser Vertrauen, dass die Ölreserven im Jahr 2016 fallen, wenn die Preise niedrig bleiben, steigt“, fasste der Report zusammen.

Anfang dieses Monats kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, Russland würde seinen Erdöl-Output auf dem Level von Januar einfrieren. Die Entscheidung kam, nachdem sich 15 Erdöl-produzierende Staaten auf einen Schritt im Stile Russlands geeinigt hatten.

Der Plan, die Ölproduktion einzufrieren, wurde Anfang dieses Monats von Russland gemeinsam mit Saudi-Arabien noch einmal bestätigt.

Die Rohölpreise bewegen sich derzeit in Antizipation des nächsten Treffens internationaler Ölproduzenten nach oben, das zwischen dem 20. März und dem 1. April stattfinden soll.

Die Ölmarke Brent stieg am Freitag um 1,17 Prozent und wurde bei 40,52 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Marke Brent stieg um knapp zwei Prozent und kursierte bei 38,47 US-Dollar pro Barrel.