Putin: Wichtigste Erdölproduzenten einigen sich auf Obergrenze für Erdöl-Förderung

Putin: Wichtigste Erdölproduzenten einigen sich auf Obergrenze für Erdöl-Förderung
Der russische Präsident Wladimir Putin hat erklärt, dass Russland seinen Erdöl-Output gemessen am Produktionslevel des vergangenen Januars einfrieren werde. Die Staatschefs der wichtigsten Ölförderstaaten schlossen am Dienstag ein Abkommen ab, um den seit Monaten volatilen Ölmarkt zu stabilisieren.

Im Rahmen einer Pressekonferenz sagte Putin, dass der russische Energieminister Alexander Nowak im ständigen Gespräch mit anderen Ölexportstaaten sei. Moskau habe sich mit diesen geeinigt, den Erdöl-Export nicht mehr auszuweiten.

„Es wurde vorgeschlagen, dass das Volumen der Ölproduktion in Russland im Jahr 2016 auf den Zahlen von Januar basieren solle“, informierte der Präsident der Russischen Föderation. Diese Regelung solle sich auf den Gesamtdurchschnitt während des gesamten Förderjahres 2016 beziehen.

Tags zuvor hatte Nowak angegeben, dass über 15 Staaten ihre Bereitschaft bestätigten, den gegenwärtigen Erdöl-Output einzufrieren.

Der russische Energieminister fügte hinzu, afrikanische, südamerikanische und arabische Produzenten seien optimistisch hinsichtlich eines Beitritts zum von Russland vorangetriebenen Abkommen. Dieses würde auch dann effektiv sein, wenn Iran dem Abkommen nicht beitritt. „Iran ist in einer besonderen Situation, da das Land auf seinem niedrigsten Niveau produziert“, erklärte Nowak.

Nachdem der internationale Ölpreis im Januar auf seinen historisch tiefsten Stand der letzten 12 Jahre gefallen war, kursierte der Preis bei 27 US-Dollar pro Fass. Daraufhin haben sich die zwei weltweit größten Erdölproduzenten Russland und Saudi-Arabien sowie die OPEC-Mitglieder Katar und Venezuela auf das Einfrieren der Ölproduktion geeinigt.

Das Abkommen markierte das erste seiner Art seit 2001. Inzwischen signalisierten auch Ecuador, Algerien, Nigeria, Oman, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate, dass sie bereit seien, dem Pakt beizutreten. Der Iran und der Irak, der des Krieges gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ wegen auf höhere Öleinnahmen angewiesen ist, gaben hingegen an, dass sie nur Schritte hin zur Stabilisierung des Marktes unterstützen würden, ohne aber ihre Produktion einfrieren zu wollen.

Zuvor erwähnte Nowak, dass rund zwei Drittel aller Ölförderstaaten bereit seien, sich dem Abkommen anzuschließen.

Am Dienstag traf sich Putin mit Vertretern der größten russischen Ölunternehmen, darunter Rosneft, Lukoil, Gazprom Neft, Bashneft, Surgutneftegaz und Zarubezhneft. Auch der Vorsitzende der Präsidialverwaltung Sergej Iwanow und der Präsidentenberater Andrej Belusow waren zugegen. Während der Konferenz vereinbarten die Produzenten, den Kurs der russischen Regierung geschlossen zu unterstützen.