Russland und Ägypten einigen sich über Industriepark nahe strategischem Suezkanal

Russland und Ägypten einigen sich über Industriepark nahe strategischem Suezkanal
Ein Abkommen zwischen Moskau und Kairo, welches Russland erlaubt, einen Industriepark unweit des strategisch wichtigen Suezkanals zu eröffnen, steht diese Woche vor der Unterzeichnung. Dies teilte das ägyptische Handelsministerium mit. Das Abkommen wird russischen Unternehmen künftig nicht nur einen Standortvorteil gewähren, sondern auch Produktionskosten für Humankapital deutlich vergünstigen.

Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti zitiert das ägyptische Handelsministerium mit den Worten:

„Zahlreiche Absichtserklärungen werden unterzeichnet. Die wichtigsten werden ein Protokoll zur Ansiedlung einer russischen Industriezone entlang des Suezkanals und ein Abkommen zwischen dem russischen Direktinvestitionsfonds und einer Vielzahl von ägyptischen Banken zur Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten sein.“

Die russische Delegation, die das Abkommen unterschreiben wird, besteht aus Vertretern von 60 Unternehmen. Darüber hinaus wurde ein russisch-ägyptisches Businessforum ins Leben gerufen.

2014 hat die ägyptische Regierung unter dem ehemaligen General Abdul Fattah el-Sisi erklärt, dass sie den Suezkanal modernisieren wolle. Der Suezkanal gehört zu den weltweit wichtigsten Handelsrouten und verbindet Europa mit den Industriezentren Süd- und Ostasiens. Künftig soll es entlang des Suezkanals zahlreiche Industrieparks geben, die von verschiedenen Staaten unterhalten werden, darunter Russland, China und Italien.

Die Entscheidung, in Ägypten eine russische Industriezone einzurichten, trafen der russische Präsident Wladimir Putin und sein ägyptischer Amtskollege bereits 2014. Die Verhandlungen wurden zwischenzeitlich eingefroren nach dem Terroranschlag auf ein russisches Passagierflugzeug am 31. Oktober über der Halbinsel Sinai, bei dem 224 Menschen getötet wurden.