Wirtschaft

Medienbericht: Von der EU eingefrorene russische Finanzmittel viel geringer als erwartet

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die Europäische Union Vermögenswerte der Zentralbank Russlands im Wert von rund 23 Milliarden Euro eingefroren. EU-Justizkommissar Didier Reynders soll die Zahl am Mittwoch bestätigt haben.
Medienbericht: Von der EU eingefrorene russische Finanzmittel viel geringer als erwartet© Getty Images / tommy

Die Europäische Union hat Vermögenswerte der russischen Zentralbank im Wert von rund 23 Milliarden Euro eingefroren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf EU-Justizkommissar Didier Reynders, der die Zahl am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt gab.

Der Betrag sei viel geringer als erwartet, da die USA und ihre Verbündeten im Rahmen der Sanktionen gegen Russland 300 Milliarden US-Dollar eingefroren haben.

Laut Reynders wurden auch Sachwerte im Wert von etwa zehn Milliarden Euro beschlagnahmt, die mit russischen Geschäftsleuten und Beamten verbunden sind, zum Beispiel deren Yachten und Villen.

Der Beamte präzisierte nicht, ob alle 27 EU-Mitgliedstaaten die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte und deren Höhe gemeldet haben.

Dies ist das erste Mal, dass die EU den Betrag, den sie im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine eingefroren hat, bekannt gibt.

Zuvor hatte Moskau bestätigt, dass insgesamt rund 300 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten der russischen Zentralbank weltweit beschlagnahmt worden waren, was etwa der Hälfte der gesamten Reserven der Zentralbank Russlands entspricht.

Von diesen Geldern wurden Berichten zufolge rund 100 Milliarden US-Dollar von den USA eingefroren, während andere Gelder auf Zentralbanken der ganzen Welt verteilt zu sein scheinen.

Mehr zum Thema - "Sie zerstören die Weltherrschaft des US-Dollar": Russischer Finanzausschuss-Chef über US-Sanktionen

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.