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Trotz Corona-Krise: Chinas Exporte legen überraschend stark zu

Trotz Corona-Krise: Chinas Exporte legen überraschend stark zu
Eine Luftaufnahme zeigt den Containerhafen in Lianyungang in der ostchinesischen Provinz Jiangsu am 13. Oktober 2020.
Allem Anschein nach hat China das Coronavirus im Griff. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legen überraschend stark zu. Doch was bedeutet die anhaltende Corona-Krise in Deutschland und anderen Ländern für die Ausfuhren der weltgrößten Handelsnation?

Ein unerwartet starkes Exportwachstum bringt Chinas Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Schwung. Mit wachsender globaler Nachfrage stiegen die Ausfuhren der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in US-Dollar gerechnet um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – so schnell wie seit 19 Monaten nicht mehr. Wie der Zoll am Samstag in Peking ferner mitteilte, kletterte der Außenhandel insgesamt um 8,4 Prozent. Der Überschuss im Handel stieg mehr als erwartet auf 58,4 Milliarden US-Dollar.

Chinas Importe wuchsen im Oktober nur um 4,7 Prozent. Der Anstieg ist weit weniger als erwartet und schwächer als im Vormonat mit 13,2 Prozent. Experten erklärten den niedrigeren Zuwachs aber mit der geringeren wirtschaftlichen Tätigkeit durch die ungewöhnlich lange Ferienwoche um Chinas Nationalfeiertag am 1. Oktober, dem starken Vergleichsmonat im Vorjahr und geringeren Öleinfuhren.

Symbolbild: Huawei-Hauptquartier in Boulogne-Billancourt, Frankreich, 15. Oktober 2020.

Die Ausfuhren wurden angekurbelt durch einen starken Zuwachs der Lieferungen in die USA um 22,5 Prozent. China kaufte umgekehrt auch um 32,9 Prozent mehr Waren in den USA und beschleunigte damit den Zuwachs der Importe im Vormonat mit 24,8 Prozent. In dem Abkommen über die erste Phase zur Beilegung des Handelskrieges mit den USA hatte China im Januar versprochen, über zwei Jahre für 200 Milliarden US-Dollar mehr Waren in den USA zu kaufen.

Während der Handel mit den USA, dem drittwichtigsten Handelspartner Chinas, um 24,6 Prozent zunahm, ging der Warenaustausch mit der Europäischen Union um 1,4 Prozent zurück. Immerhin konnten die Europäer im Oktober um 8,4 Prozent mehr Waren nach China liefern. Chinas Exporte in die EU gingen dagegen um sieben Prozent zurück. Die EU ist der wichtigste chinesische Handelspartner.

Insgesamt profitierte China im Oktober von der stärkeren weltweiten Nachfrage – bevor die vermeldeten Infektionsfälle in den USA und Europa wieder zulegten. So gibt es Sorgen, dass die anhaltende Krise in Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern die chinesischen Ausfuhren dämpfen könnten. Die Exportaufträge wuchsen im Oktober auch schon nicht mehr so schnell wie vorher, selbst wenn sie noch den dritten Monat in Folge zugelegt hatten.

Da China das Virus weitgehend unter Kontrolle hat, konnte sich auch seine Wirtschaft seit dem Sommer wieder normalisieren. Als einzige große Volkswirtschaft dürfte die Volksrepublik in diesem Jahr ein Wachstum erreichen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagte ein Plus von 1,9 Prozent voraus.

Der starke Einbruch durch die Corona-Krise zum Jahresanfang konnte bis zum Herbst weitgehend aufgeholt werden. Im dritten Quartal legte die chinesische Wirtschaft schon wieder um 4,9 Prozent zu. Für das nächste Jahr rechnet der Währungsfonds in China sogar mit einem Wachstum von 8,2 Prozent.

Die ersten Infektionen mit dem neuartigen SARS-CoV-2-Virus waren im Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan entdeckt worden. Mit strengen Quarantänemaßnahmen, Massentests, Kontaktverfolgung und scharfen Einreisebeschränkungen konnte das Virus unter Kontrolle gebracht werden.

Während die Welt gegen die Rezession ankämpfen muss, ist die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Unternehmen so gut wie seit fast zehn Jahren nicht mehr, wie ein wichtiges Konjunkturbarometer diese Woche anzeigte. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins Caixin für das herstellende Gewerbe kletterte im Oktober von 53,0 auf 53,6 Punkte – den höchsten Stand seit Januar 2011.

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(rt/dpa)

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