icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Ermittlungen wegen Geldwäsche eingestellt: Deutsche Bank kommt mit einem blauen Auge davon

Ermittlungen wegen Geldwäsche eingestellt: Deutsche Bank kommt mit einem blauen Auge davon
Eine Statue ist neben dem Logo der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, abgebildet. 30. September 2016. (Symbolbild)
Die Deutsche Bank muss wegen verspäteter Verdachtsmeldungen in Fällen von Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Skandal bei der Danske Bank ein Bußgeld von knapp 13,5 Millionen Euro zahlen. Das teilte am Dienstag die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.

Zugleich stellte die Behörde mangels hinreichenden Tatverdachts das Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter des größten deutschen Geldhauses wegen des Verdachts der Geldwäsche ein. Stefan Simon vom Vorstand der Deutschen Bank erklärte:

Damit haben wir die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt jetzt geschlossen. Mit dem Verfahrensabschluss ist klar, dass es keine strafrechtlichen Verfehlungen seitens der Deutschen Bank oder ihrer Mitarbeiter gab. Wir haben von Anfang an vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft kooperiert.

Studie der Deutschen Bank: Die Welt steht vor einem

Hintergrund des eingestellten Ermittlungsverfahrens war die Zusammenarbeit der Deutschen Bank mit der dänischen Danske Bank. Diese steht im Zentrum eines der größten Geldwäscheskandale in Europa. Dabei geht es um mutmaßliche Verstöße gegen Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche in ihrer Niederlassung in Estland. In mehreren Staaten laufen Ermittlungsverfahren gegen die Bank. Die Deutsche Bank war eine der Korrespondenzbanken für die Filiale des dänischen Geldhauses in Estland. In der Funktion als Institut mit globaler Reichweite half die Deutsche Bank der Danske Bank bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Im Oktober 2015 beendete die Deutsche Bank jedoch ihre Beziehung zur Danske Bank als deren Korrespondenzbank.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ging es um Gelder aus Aserbaidschan, die über die Danske Bank Estonia unter Einbindung der Deutschen Bank als Korrespondenzbank nach Westeuropa transferiert worden sein sollen. Ein interessantes Detail hierbei ist die Feststellung im Bericht der Staatsanwaltschaft, dass diese Gelder "unter anderem auch zur Beeinflussung von Politikern in der EU verwendet wurden".

Die Deutsche Bank machte demnach im Juli 2018 eine zunächst unvollständige Meldung wegen Geldwäscheverdachts zum sogenannten Aserbaidschanischen Waschsalon. Die Nachmeldung der übrigen Transaktionen erfolgte erst im Februar 2019. Die Staatsanwaltschaft verhängte wegen dieser Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld. Nach Angaben der Deutschen Bank geht es um Transaktionen aus den Jahren 2010 bis 2015, die zwar ebenfalls über die Danske Bank abgewickelt wurden, aber Gegenstand einer gesonderten Untersuchung eines separaten Vorfalls waren. Seitens der Deutschen Bank hieß es hierzu:

Eine Verletzung von Aufsichts- oder Organisationspflichten oder eine Verantwortung bestimmter Personen wurde der Bank dabei weder vorgeworfen noch festgestellt.

Mehr zum ThemaWegen Geschäften mit Jeffrey Epstein: Deutsche Bank muss Millionenstrafe zahlen

(rt/dpa)

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen