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Ein Land baut ab – Wie die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern verkümmert

Ein Land baut ab – Wie die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern verkümmert
Dunkle Wolken ziehen Ende August über die leeren Strandkörbe an der Ostsee.
Die Rinder- und Schweinehaltung ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen. Aufgrund der Corona-Krise fürchten auch touristische Betriebe um ihre Existenz. Derweil hoffen auf Rügen viele Arbeitnehmer auf die Fortsetzung des Nord-Stream-2-Projekts.

Mecklenburg-Vorpommern, als Bundesland seit jeher dünn besiedelt, ist die am wenigsten industrialisierte und wirtschaftsschwächste Region Deutschlands. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2017 bei 26.560 Euro und damit an letzter Stelle im Bundesvergleich. Die Wirtschaft des Landes fußt vor allem auf Tourismus und Landwirtschaft.

Niedrigster Stand seit Jahren

Doch auch diese beiden Branchen schwächeln. Nicht zuletzt wegen der Folgen der Corona-Krise leidet der Dienstleistungssektor, aber auch in der Viehhaltung gehen die Zahlen zurück: Im vergangenen Jahr hielten die Landwirte in MV 486.699 Rinder – so wenige wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Dies geht aus einem Bericht des Statistischen Landesamtes hervor. Der Schweinebestand sank demnach auf 811.612 Tiere und damit auf den niedrigsten Stand seit 2015. Zum Vergleich: 1991 hatten in den Ställen in Mecklenburg-Vorpommern fast 731.000 Rinder und 1,15 Millionen Schweine gestanden.

Dafür weideten in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt wieder etwas mehr Schafe. Ihre Zahl stieg von 70.200 im Jahr 2018 auf 71.600. Allerdings ist das Niveau des Jahres 1991 noch lange nicht wieder erreicht. Damals hatten die Statistiker 77.392 Schafe im Land gezählt. 

Hoffnungsträger Nord Stream 2

Doch von Schafhaltung allein können die Mecklenburger freilich nicht leben. Die Wirtschaft des Landes wird vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen getragen. Neun von zehn Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Nur jeder 400. Betrieb hat mehr als 250 Mitarbeiter. Darunter befinden sich Handelsketten, Reiseveranstalter und Energieversorger, jedoch nur wenige Industriebetriebe. Hoffnungen setzten viele Einwohner der Insel Rügen zuletzt vor allem in das Projekt Nord Stream 2.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) stellte sich zuletzt schützend vor das Projekt und somit hinter ihre Bürger und die Hafenmitarbeiter in Sassnitz-Mukran, die zuletzt Drohungen von der US-Regierung erhalten hatten. Es scheint, als sei MV mehr denn je auch auf größere Arbeitgeber angewiesen, die sich in der Region niederlassen und Arbeitsplätze bieten.

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