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Massiver Erdgas-Austritt aus Langstrecken-Pipeline in der Ukraine aus Russland nach Europa

Massiver Erdgas-Austritt aus Langstrecken-Pipeline in der Ukraine aus Russland nach Europa
Autos und Rettungskräfte an der Unfallstelle im Dorf Chabany in der Ukraine, wo die Urengoi-Pomary-Uzhgorod-Gaspipeline unter Druck gesetzt wurde. 15. September 2020
Ein massiver Erdgas-Austritt erfolgte in der Ukraine aus einer Langstrecken-Pipeline, durch die der Energieträger aus Russland in EU-Länder gelangt. Die Maßstäbe des Austritts sind bisher unbekannt – doch in den nahegelegenen Orten wurde als Vorsichtsmaßnahme der Strom abgeschaltet.

Zu einer massiven Erdgas-Leckage aus der Hochdruck-Langstreckenpipeline Urengoi-Pomary-Uschgorod aus Russland nach Ungarn und Rumänien kam es in der ukrainischen Siedlung Tschabany der Kijewer Oblast. Dies wird auf der Internetseite des Dorfrates von Chabany berichtet: "Es kam zu einem starken Ausstoß von Erdgas in die Umwelt."
Dem Dorfrat zufolge konnten die zuständigen Notdienste die Situation unter Kontrolle bringen.

Symbolbild vom 26. Februar 2020:  Das Logo des Nord Stream 2-Projektes auf einem Rohr im Tscheljabinsker Rohrwalzwerk

"Es wurde ein Dichtungsverschluss installiert und der Gasaustritt somit gestoppt. Wir bitten, Ruhe zu bewahren, nicht in Panik zu geraten, wenn nötig, den Anweisungen der Vertreter der Notdienste der Ukraine zu folgen", erklärte der Dorfrat. Weder die Ursache noch das Ausmaß des Austritts wurden angegeben. Doch die Situation dürfte ziemlich ernst sein: In nahegelegenen Siedlungen wurde der Strom abgeschaltet. Ein weiteres Anzeichen waren von ukrainischen Massenmedien zitierte Zeugenaussagen, denen zufolge "ein starkes Rumpeln und anschließend eine laute Explosion zu hören waren".

Zudem schrieb der ehemalige ukrainische Infrastrukturminister Wladimir Omeljan auf Facebook, dass im Bezirk Wasilkowski in der Region Kiew "vor allem in der Gegend der Dörfer Iwankowitschi, Tschotow und Tschabany ab 00:20 Uhr ein sehr lautes niederfrequentes Geräusch zu hören ist, das dem Geräusch von brennendem Gas in großen Mengen oder dem Betriebsgeräusch eines mächtigen Dieselgenerators ähnelt". Gleichzeitig sind nach seinen Angaben allerdings keine Flammen zu sehen.

Ukrainischer Außenminister Pawel Klimkin bilanziert Ergebnisse der Verhandlungen zwischen EU, Russland und Ukraine über die Zukunft des ukrainishcen Gas-Transites am 21. Januar in Brüssel.

Ein möglicher Grund für den Vorfall ist in der Infrastruktur zu suchen, deren Wartung dem Betreiber der ukrainischen Strecke, dem ukrainischen Erdgasunternehmen Naftogas, obliegt. Dieses ließ sie bislang sang- und klanglos veralten hielt sie – wie es jetzt scheint – nur notdürftig in Stand.

Die Erdgas-Hochdruckfernleitung Urengoi–Pomary–Uschgorod wurde 1983 gebaut, um die Verbraucher in den ehemaligen Republiken der UdSSR sowie in Mittel- und Westeuropa mit Erdgas aus den Erdgasfeldern im nördlichen Westsibirien zu versorgen. Es ist eines der größten Projekte in der Tjumen-Erdölförderung. Die Durchsatzkapazität beträgt 32 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr. Die Pipeline überquert den Uralrücken sowie sage und schreibe 600 Flüsse, darunter den Ob, die Wolga, den Don und den Dnjepr. Die Gesamtlänge der Gaspipeline beträgt 4.451 Kilometer und die der ukrainischen Strecke 1.160 Kilometer. Entlang der Pipeline-Trasse gibt es 42 Verdichtergaswerke.

Gegenwärtig überquert die Gasleitung die russisch-ukrainische Grenze in der Region Kursk. Auf dem Territorium der Ukraine wird Gas hauptsächlich zur Verdichterstation Uschgorod an der ukrainisch-slowakischen Grenze und zu den Verdichterstationen an der Grenze zu Ungarn (Beregowo) und Rumänien (Tekowo) befördert, erinnert die russische Nachrichtenagentur TASS.

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