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Die Gewinner in der Krise: Amazon verzeichnet Rekordgewinn, Apple erzielt Plus im iPhone-Geschäft

Die Gewinner in der Krise: Amazon verzeichnet Rekordgewinn, Apple erzielt Plus im iPhone-Geschäft
Das Logo von Amazon auf einem Apple-Laptop. Beide Unternehmen gehören wirtschaftlich zu den großen Gewinnern der Coronavirus-Pandemie.
Die historisch beispiellose Schwäche der US-Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie geht jedoch an den Tech-Riesen wie Amazon oder Apple augenscheinlich spurlos vorbei. Als ganz klarer Gewinner der Krise hebt sich der weltgrößte Online-Händler Amazon ab.

Die vier Tech-Schwergewichte Google, Facebook, Apple und Amazon präsentierten am Donnerstag ihre Zahlen für das zweite Quartal. Alle übertrafen die Markterwartungen und erzielten weiterhin Milliardengewinne – auch wenn Google den ersten Umsatzrückgang erlebte.

Das Vermögen des Amazon-Gründers Jeff Bezos stieg in nur zwei Monaten um rund 30 Prozent an.

Als ganz klarer Gewinner der Krise unter den Technologie-Giganten sticht der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon heraus. Im zweiten Quartal schoss der Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 88,9 Milliarden Dollar (75,1 Mrd Euro) hoch. Das Unternehmen stellte in den letzten Monaten rund 175.000 neue Mitarbeiter ein. Obwohl Amazon Verluste in Milliardenhöhe aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie prognostiziert hatte, verdoppelte sich der Nettogewinn des Unternehmens aus dem kalifornischen Silicon Valley im Vergleich zum Vorjahr von 2,6 Milliarden Dollar auf 5,2 Milliarden Dollar. Gründer und Amazon-Chef Jeff Bezos bezeichnete das Ergebnis als "ein weiteres höchst ungewöhnliches Quartal". 

Ich könnte nicht dankbarer und stolzer auf unsere Mitarbeiter rund um den Globus sein. Wie erwartet, haben wir im Quartal über vier Milliarden Dollar für zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Coronvirus-Pandemie ausgegeben, um in dieser Zeit der hohen Nachfrage die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und Produkte an die Kunden zu liefern", hieß es in einer Pressemitteilung von Bezos.

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Trotz der hohen Ausgaben ist Amazon jedoch wegen seines Umgangs mit der Pandemie unter Beschuss geraten. Die Mitarbeiter klagten wiederholt über einen großen Mangel an Schutzausrüstung und unsichere Arbeitsbedingungen. Einige beklagten sogar, sie seien entlassen worden, nachdem sie sich über die defizitäre Schutzausstattung beschwert hatten. Der Riese des Online-Geschäfts geriet auch unter Beschuss, nachdem eine karge Aufstockung der Gefahrenzulage für die Beschäftigten um zwei Dollar gekürzt worden war, selbst als gleichzeitig das Vermögen von Bezos und anderen Führungskräften des Unternehmens in die Höhe schoss. Amazon profitierte im vergangenen Quartal massiv vom Shopping-Boom im Internet.

(Symbolbild)

Trotz einer massiven Schrumpfung der US-Wirtschaft aufgrund der anhaltenden Pandemie-bedingten Unternehmensschließungen – allein zwischen April und Juni ein Rückgang um fast 33 Prozent – meldete auch der Tech-Riese Apple für das zweite Quartal hohe Gewinne. Der iPhone-Umsatz stieg etwa im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 26,4 Milliarden Dollar. Apples Konzernumsatz stieg im vergangenen Quartal um elf Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar. Das war ein Bestwert für das Juni-Quartal. Der Gewinn wuchs um zwölf Prozent auf 11,25 Milliarden Dollar.

Die Pandemie war für Apple so etwas wie ein Segen, da die Verbraucher gezwungen sind, von zu Hause aus zu arbeiten und zu lernen. Dafür mussten sie zunehmend auf ihre Geräte und Apps zurückgreifen. Apple-Chef Tim Cook schrieb die Ergebnisse seines Unternehmens auch den Ausgaben für Soforthilfe-Maßnahmen in den USA und anderswo zu.

Ich denke, dass die Konjunkturanreize, die es gab – und ich konzentriere mich nicht nur auf die USA, sondern im breiteren Sinne – eine Hilfe waren", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine "starke" Markteinführung des iPhone SE habe auch eine Rolle bei der Erholung der Umsätze nach einem Einbruch im April gespielt, ergänzte der 59-Jährige.

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Facebooks Geschäft wächst inmitten der Corona-Krise und eines Boykotts von Werbekunden aus Protest gegen Hassrede auf der Plattform deutlich langsamer als zuvor. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um elf Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar. Der Google-Mutterkonzern Alphabet wurde unterdessen von höheren Kosten und sinkenden Werbeeinnahmen belastet. Der Gewinn schrumpfte im Jahresvergleich von 9,95 Milliarden auf 6,96 Milliarden Dollar ein. Alphabets wichtigste Sparte – das Anzeigengeschäft von Google – erlitt in der Krise einen Dämpfer. Zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte des Unternehmens gingen die Erlöse zurück – und zwar um acht Prozent auf 29,9 Milliarden Dollar.

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