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Internationales Handelszentrum: Globaler Produktionseinbruch von über 120 Milliarden US-Dollar

Internationales Handelszentrum: Globaler Produktionseinbruch von über 120 Milliarden US-Dollar
Das Internationale Handelszentrum (ITC) veröffentlichte die Ergebnisse einer neuen Studie, wonach der Welthandel in allen vier Quartalen des Jahres 2019 zurückging. Pandemiebedingt verringert sich der globale Produktionsinput um mindestens 126 Milliarden US-Dollar.

Eine neue Studie des Internationalen Handelszentrums (ITC) hat ergeben, dass der internationale Handel in allen vier Quartalen des Jahres 2019 zurückging, wobei sich der Rückgang Anfang 2020 in einem "Welleneffekt, der in China begann", noch verstärkte.

Dem Bericht zufolge sanken die chinesischen Exporte im Februar im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 Prozent. Während sie sich im März leicht erholten, traf die Corona-Pandemie nun auch die Exporte aus anderen Ländern.

Statistiken zeigen, dass die Exporte aus europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten im Jahresvergleich um acht beziehungsweise sieben Prozent zurückgingen. Im Bericht heißt es:

Die Auswirkungen der Krise sind noch nicht in vollem Umfang sichtbar, da die meisten Länder Ende März und im April 2020 Lockdowns einführten.

Die Daten für diese Monate lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.

Die Analyse der Situation macht deutlich, dass viele Entwicklungsländer aufgrund der Aufwertung des US-Dollars weiterhin Gegenwind ausgesetzt sind. Das "setzt den internationalen Handel weiter unter Druck".

Lockdowns in China, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten hätten die größten Auswirkungen auf den internationalen Handel gehabt, da die drei Volkswirtschaften "Hauptakteure in globalen Lieferketten und daher wichtige Importeure von Rohstoffen, Teilen und Komponenten" seien.

Infolgedessen würden afrikanische Exporteure mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus Exporten in der globalen Wertschöpfungskette verlieren, wobei mehr als 70 Prozent dieser Verluste mit einer vorübergehenden Störung der Lieferketten mit der Europäischen Union zusammenhängen.

Laut dem ITC entfallen auf die drei großen Handelsknotenpunkte China, die Vereinigten Staaten und der Europäischen Union 63 Prozent der weltweiten Lieferkettenimporte und 64 Prozent der Lieferkettenexporte. Das ITC geht davon aus, dass sich der Umfang der "weltweiten Unterbrechung der Produktion auf 126 Milliarden US-Dollar belaufen wird".

Dem Bericht zufolge sind mehr als 55 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen ernsthaft von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen. Zwei Drittel von ihnen berichteten, dass die Krise einen enormen Einfluss auf ihre Geschäftsaktivitäten gehabt habe.

Mehr zum Thema - IWF: Die meisten Länder überstehen Pandemie wirtschaftlich schlechter als prognostiziert

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