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Goldman Sachs: Ölnachfrage könnte das Angebot bis Ende Mai übersteigen

Goldman Sachs: Ölnachfrage könnte das Angebot bis Ende Mai übersteigen
Symbolbild: Ölpumpe in Kirchwerder bei Hamburg.
Obwohl die Corona-Pandemie der globalen Ölnachfrage einen starken Negativtrend verpasst, könnte sie bis Ende Mai das weltweite Ölangebot übersteigen. Diese Prognose gab der Chef der Rohstoff-Abteilung von Goldman Sachs in einem Interview ab.

Die Ölnachfrage könnte sich soweit erholen, dass sie das Angebot bis zum Ende dieses Monats wieder übersteigt. Darauf wies der Chef der Rohstoff-Abteilung von Goldman Sachs Jeffrey Currie gegenüber Barron's Market Brief hin.

Er merkte an, dass dies nicht zuletzt auf die von allen großen Produzenten vorgenommenen Produktionskürzungen zurückzuführen sei.

Es seien jedoch etwa 1,2 Milliarden Barrel auf Lager, fügte Currie hinzu. Diese müssten erst abgebaut werden, bevor sich die Preise für mehr als nur ein paar Stunden verbessern. Dies, so der Experte, werde in drei Stufen geschehen.

Zuerst würden die Millionen von Barrel, die sich in Öltankern in sogenannter schwimmender Lagerung befänden, aufgebraucht. Dies sei die teuerste Art der Lagerung, daher wäre es sinnvoll, dass Händler und Produzenten zuerst versuchen, diese Vorräte aufzubrauchen, um bei den Tankergebühren zu sparen. Currie prognostizierte, dass dies irgendwann im dritten Quartal des Jahres geschehen wird. Die aus der schwimmenden Lagerung entnommene Ölmenge werde etwa 450 Millionen Barrel betragen. Im vierten Quartal des Jahres würden die an Land gelagerten Ölvorräte um bis zu 400 Millionen Barrel abnehmen, so der Analyst.

Ein starker Preisanstieg sei jedoch in nächster Zeit unerwünscht und daher unwahrscheinlich. Falls Brent über 30 US-Dollar pro Barrel steigen würde, argumentiert der Rohstoffanalyst, würde dies zu einem Wiederanstieg der Produktion führen, was einen Anstieg des Angebots impliziert. Ein Wiederanstieg des Angebots würde die Preise sofort wieder unter Druck setzen.

Die Nachfrage bleibe der Schlüsselfaktor für die Ölpreise, und sie werde wahrscheinlich das ganze Jahr über gedämpft bleiben. Mitte April, so Currie, sei sie gegenüber dem Vorkrisenniveau um etwa 30 Millionen Barrel gesunken. Derzeit liegt die Nachfrage bei etwa 19 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkrisenniveau. Zwar habe eine Verbesserung bei der Nachfrage begonnen, dennoch würde sie in diesem Monat noch immer um 17 Millionen und im Juni und Juli um 12 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkrisenniveau liegen. Im August werde es wieder aufwärts gehen und die Nachfrage werde um lediglich fünf bis sechs Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkrisenniveau liegen.

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