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Coronavirus erschüttert Weltwirtschaft – Goldpreis schießt in die Höhe

Coronavirus erschüttert Weltwirtschaft – Goldpreis schießt in die Höhe
Aufgrund der Befürchtungen der Anleger, dass die COVID-19-Krise verheerende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben könnte, setzt der Goldpreis seinen Aufwärtstrend fort und erreicht den höchsten Stand seit mehr als sieben Jahren.

Die Gold-Futures nähern sich der Marke von 1.800 US-Dollar je Unze, nachdem sie vor weniger als vier Wochen noch bei 1.400 US-Dollar gehandelt wurden. Die Preise befinden sich zurzeit auf dem höchsten Stand seit Oktober 2012. Der Goldpreis stieg am Dienstag um mehr als fünf Prozent auf 1.718 US-Dollar je Unze.

Gold scheint "solide, großformatige, optimistische Fundamentaldaten zu haben, da die sich weltweit verschlechternde Wirtschaftsstimmung darauf hindeutet, dass es in China, Indien, Europa und den USA noch größere Pakete staatlicher Unterstützung geben wird", so die Analysten von Zaner Metals gegenüber Market Watch.

Der Preisaufschwung beim Gold erfolgt, da der Ausbruch des Coronavirus die Zentralbanken und fiskalpolitischen Entscheidungsträger dazu veranlasste, riesige Konjunkturpakete aufzulegen. Der Milliardär Ray Dalio wies kürzlich darauf hin, dass Gold, zusammen mit einigen Aktien, attraktiv sei, da die Zentralbanken vermehrt Geld drucken würden.

Die weltweiten Bestände an börsengehandelten Fonds mit Goldbarren stiegen aufgrund der Nachfrage auf ein Rekordniveau, wobei die Anleger einen zusätzlichen Schutz ihres Portfolios anstreben. Am Montag schossen die Volumina in SPDR-Goldaktien (dem größten Fonds dieser Art) über 1.000 Tonnen in die Höhe und erreichten das höchste Volumen seit Mitte 2013. Christopher Louney, Analyst bei RBC Capital Markets, sagte:

Fünfmal teurer als Gold: Rhodium schlägt als teuerstes Metall der Welt neue Preisrekorde (Symbolbild)

Die größten Stolpermomente für das Gold während dieser Krise waren die Anleger auf der Suche nach Barliquidität, um Verluste und Leerverkäufe abzudecken, und nicht, weil sich ihre Haltung gegenüber Gold änderte.

Selbst wenn sich die Märkte, ob vorübergehend oder nicht, verbessern und die Anleger zurückkommen, glauben wir, dass Gold neben anderen Anlageklassen auch Zuflüsse absorbieren wird. Die Marktteilnehmer sind sich der Risiken da draußen bewusst, und ein Vermögenswert wie Gold, den wir seit langem als Risikodeckung empfahlen, wird weiterhin Unterstützung erhalten.

Einige Experten weisen darauf hin, dass die Zukunft des Goldmarktes in einer Zeit beispielloser Unsicherheit optimistisch aussieht. Peter Grosskopf, Chief Executive Officer beim globalen Vermögensverwalter Sprott, sagte gegenüber Kitco:

Wir gehen davon aus, dass die Preise bis Anfang nächsten Jahres auf über 2.000 US-Dollar steigen werden. Auch das ist im derzeitigen Umfeld grundsätzlich keine Überraschung.

(Symbolbild).

Einige Marktanalysten sehen auf kurze Sicht nur begrenzten Spielraum für Gold, da die COVID-19-Krise die Weltwirtschaft in eine Rezession treibt und Deflationsängste weckt. Grosskopf ist jedoch der Meinung, dass Anleger über kurzfristige Schwächen beim Gold hinwegsehen sollten. Er fügte hinzu, dass es Spielraum für Gold gebe, sich sowohl in einem inflationären als auch in einem deflationären Umfeld gut zu behaupten. Der Experte erklärte:

Wenn es zu einer Deflation kommt und das Finanzsystem einen echten Absturz erleidet, sollten Sie etwas Gold besitzen.

Und wenn Sie es überstehen und den Aufschwung erleben, haben Sie zusätzlich 6 oder 7 Billionen Dollar auf den Finanzmärkten. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie wirklich etwas Gold halten wollen, um sich gegen die Inflation zu schützen.

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