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OPEC+ erreicht neuen Deal zur Kürzung der Ölproduktion um fast zehn Millionen Barrel pro Tag

OPEC+ erreicht neuen Deal zur Kürzung der Ölproduktion um fast zehn Millionen Barrel pro Tag
Nach einem viertägigen Verhandlungsmarathon haben sich die OPEC und andere erdölproduzierende Staaten außerhalb des Kartells auf eine Kürzung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Dies soll den Energiemarkt inmitten der Corona-Pandemie ankurbeln.

Die Mitglieder der Organisation der erdölexportierenden Länder und andere erdölproduzierende Staaten außerhalb des Kartells, bekannt als OPEC+-Format, haben sich darauf geeinigt, ihre Öl-Fördermengen für Mai und Juni zu kürzen. Dies kündigte Kuwaits Ölminister Khaled Al-Fadhel auf Twitter an.

Die Kürzungen werden die Ölproduzenten vor fallenden Preisen schützen, die sowohl durch den OPEC-Anführer Saudi-Arabien, der die globalen Märkte mit Öl überschwemmt, als auch durch die sinkende Nachfrage inmitten der Corona-Pandemie ausgelöst wurden.

OPEC+ einigen sich vorläufig auf Förderkürzungen – Warten auf Mexikos Zustimmung

Die OPEC und ihre Verbündeten hatten seit Donnerstag versucht, ein Abkommen auszuhandeln. Während die erste Runde der Gespräche via Videokonferenz zu einer Einigung über die größten Förderkürzungen in der Geschichte führte – zehn Millionen Barrel pro Tag, was etwa zehn Prozent der weltweiten Förderung entspricht –, endeten sie jedoch aufgrund einer Meinungsverschiedenheit mit Mexiko ohne eine endgültige Lösung.

Mexiko weigerte sich, die Produktion wie gefordert um 400.000 Barrel pro Tag zu kürzen und brach die Dringlichkeitssitzung vom Donnerstag abrupt ab. Einen Tag später legte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador einen eigenen Plan vor. Er teilte mit, dass sein Land die Produktion um ein Viertel der vom Kartell verlangten Menge reduzieren werde, während zusätzliche 250.000 Barrel pro Tag von den USA kompensiert werden sollten. Das endgültige Abkommen sieht vor, dass Mexiko seine Produktion um 100.000 Barrel pro Tag reduziert.

Obwohl alle erdölerzeugenden Länder, einschließlich Saudi-Arabien, von den sinkenden Preisen betroffen waren, befanden sich die USA – der weltgrößte Ölproduzent – in erheblicher Bedrängnis, da ihre Schieferölindustrie von Schließungen bedroht war. US-Präsident Donald Trump nutzte in den vergangenen Wochen sein politisches Gewicht, um erdölfördernde Staaten wie Russland und Saudi-Arabien zu einer Einigung zu bewegen. Trump drohte Riad sogar mit Zöllen. Am Sonntag lobte er den neuen Deal im OPEC+-Format in einem Tweet.

Es wird erwartet, dass auch Länder außerhalb der OPEC+ die Kürzungen unterstützen werden, was laut Al-Fadhel zu einer Gesamtreduzierung von 20 Millionen Barrel pro Tag führen wird. Kanada und Norwegen gaben an, dass sie bereit seien, ihre Produktion zu kürzen. Die ZSA verkündeten, dass ihre Produktion mit den Preisen sinken werde.

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