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Schutzmasken und Quarantäneräume: Coronavirus beflügelt Pornoindustrie

Schutzmasken und Quarantäneräume: Coronavirus beflügelt Pornoindustrie
Schutzmasken und Quarantäneräume: Coronavirus beflügelt Pornoindustrie.
In dunklen Zeiten der weltweiten Corona-Epidemie versuchen Amateure der Pornoindustrie, die angespannte Stimmung ein bisschen aufzulockern. So gewinnen Erwachsenenfilme, die dem Alltag mit dem Coronavirus nachempfunden sind, immer mehr an Fahrt im Netz.

Jüngste Statistiken zeigen ein wachsendes Interesse der Besucher von Porno-Webseiten an Videos, die dem Thema Coronavirus gewidmet sind. Dies meldet das Portal Vice. Allein bei Pornhub ergeben solche Suchanfragen inzwischen bereits über 100 Treffer. Dazu gehört zum Beispiel ein Video, in dem sich eine Frau für ein Heilmittel gegen COVID-19 auf eine Affäre einlässt. Ein weiteres Video zeigt zwei Menschen beim Sex in einem Quarantäneraum.

Ferner handelt ein Pornofilm mit dem Titel "Body-Cam-Aufnahme – CDC-Agent untersucht verlassenes Wuhan" von einem vermeintlichen Mitarbeiter des US-Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC). In einem Schutzanzug inspiziert er die Innenräume eines verwahrlosten Krankenhauses in der chinesischen Stadt Wuhan. Dabei ähnelt das Szenario des Videos anfänglich eher einem Horrorfilm. Eine zensierte Version des Clips endet, als sich eine Frau auf den Hauptdarsteller aus dem Dunkeln heranschleicht.

Die Autoren der umstrittenen Pornofilme glauben, damit einen Weg gefunden zu haben, Menschen für das Thema Coronavirus zu sensibilisieren und sie besser über die Ausbreitungswege des SARS-CoV-2 sowie nötige Schutzmaßnahmen zu informieren. Der sichtbare Erfolg der Corona-Pornos lässt sich auch damit erklären, dass sie den Menschen helfen sollen, die "Stimmung angesichts einer ernsten Angelegenheit aufzulockern". Pornhub schlussfolgert daraus:

Und wenn es in einer miesen Situation auf irgendeine Art und Weise möglich ist, abzuschalten und sich zu amüsieren, dann mithilfe von Porno.

Dabei heben die Filmemacher besonders hervor, man habe damit nicht die Gefühle einzelner Menschen verletzen wollen:

Wir wussten, dass das Coronavirus ein 'guter viraler Stoff' ist, aber wir wussten auch, dass dieses Thema die Menschen auf tragische Weise treffen wird. Indem wir alles allzu real darstellen, wollen wir niemanden beleidigen. Wir kennen Menschen persönlich, die in Wuhan praktisch stecken geblieben sind und haben dies im Sinne dieser Menschen gemacht. Wir haben uns gefragt: 'Werden sie sich dadurch beleidigt fühlen, oder wird es sie von ihrer Lage ablenken?' Wir bevorzugen Letzteres.

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