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Sankt Petersburg: Frau flieht aus Coronavirus-Quarantäne

Sankt Petersburg: Frau flieht aus Coronavirus-Quarantäne
Eingang in die Botkinskaja-Klinik in Sankt Petersburg
Linda Hamilton hat es im "Terminator" vorgemacht. Einer Frau aus Sankt Petersburg ist nun dasselbe gelungen: Die Hausfrau wollte nicht länger wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus im Krankenhaus bleiben und lief weg. Ihren Fluchtplan stellte sie online.

Die 32-jährige Alla Iljina war vor rund zwei Wochen aus China zurückgekehrt und hatte nach eigenen Angaben über Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr kein Coronavirus festgestellt worden sei, habe sie entgegen ihrem Willen in der Klinik bleiben sollen, erzählte die 32-Jährige:

Ich hatte am 4. Februar Halsschmerzen, aber kein Fieber. Am 6. Februar brachten sie mich ins Krankenhaus und versprachen, dass die Untersuchungen nur einen Tag dauern würden. Am 7. Februar kam der Arzt und sagte: 'Glückwunsch, Sie sind gesund, die Tests sind negativ! Aber Sie werden hier zwei Wochen bleiben müssen'.

Genervt machte sich die Hausfrau noch am selben Tag auf den Weg in die Freiheit. Sie hatte Physik studiert und mit dem angeeigneten Wissen das Schloss einer Krankenzimmertür geknackt. Sie schlich sich aus der Botkinskaja-Klinik und veröffentlichte ihren Fluchtplan in den sozialen Medien.

Nach Ansicht der Behörden hat die Frau eine Ordnungswidrigkeit begangen, weil sie die Gesundheit anderer gefährdete. Nach Angaben der Ärzte waren die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Frau sollte vorsorglich zwei Wochen in der Klinik bleiben, um sicherstellen zu können, dass sie nicht mit dem Covid-19-Virus infiziert ist.

Die Chefärztin der Klinik wollte mithilfe eines Gerichts eine Zwangsunterbringung erwirken. Das Gericht wies die Klage wegen fehlender Zuständigkeit zurück.

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