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Unter den Tisch geklickt: Indische Website zum virtuellen Schnapsladen-Anstehen sofort abgestürzt

Unter den Tisch geklickt: Indische Website zum virtuellen Schnapsladen-Anstehen sofort abgestürzt
Unter den Tisch geklickt: Indische Website zum virtuellen Schnapsladen-Anstehen sofort abgestürzt (Hamsternde Alkoholkäufer stehen weiterhin persönlich vor Spirituosenläden Schlange. Bangalore, Indien, 04. Mai 2020)
Nachdem in Indien die Quarantäne gelockert wurde, bildeten sich etwa vor Spirituosenläden Schlangen, was die Ansteckungsgefahr erhöhte. Dem sollte in Neu-Delhi eine Website zum digitalen Schlangestehen vorbeugen – die aber sekundenschnell unter den Tisch geklickt wurde.

Ein Versuch der indischen Hauptstadt, die Menschen davon abzuhalten, sich vor Spirituosengeschäften anzustellen und dabei gegen die 1,5-Meter-Vorschrift zu verstoßen, hat einen bitteren Rückschlag erlitten: Die Website der Stadtverwaltung zur Terminreservierung für Schnapsladenbesuche stürzte sofort nach ihrer Eröffnung aufgrund von hoffnungsloser Überlastung ruhmlos ab.

Lange Schlangen von Käufern, die die kürzlich in Delhi und anderen Bundesstaaten wieder geöffneten Spirituosengeschäfte belagern, sind in Indien zu einem vertrauten Anblick geworden. Der Ansturm hamsternder Alkoholkäufer birgt aber die Gefahr einer zweiten Welle der COVID-19-Epidemie, weil die Menschen oft viel zu dicht gedrängt anstehen.

Einige indische Bundesstaaten ließen bei ihrem Versuch, den Strom von den Quarantänemaßnahmen ausgedörrter Stammkunden einzudämmen, ihrer Kreativität freien Lauf: In einigen wies man die Alkoholkäufer an, Regenschirme mitzubringen, sodass sie physisch gar nicht erst in der Lage sein würden, dicht beieinander zu stehen.

Nicht so die IT-erfahrene Stadtverwaltung Neu-Delhis: Dort rief man eine Internetseite ins Leben, auf der die Einwohner eine "Warteschlangen-Marke für Spirituoseneinkäufe" beantragen sollten, um ein jeweils nahe gelegenes Geschäft innerhalb des im Dokument angegebenen Zeitrahmens zu besuchen.

"Jeder kann über den Link diese Marke beantragen. Bei der Beantragung werden Name und Telefonnummer des Antragstellers abgefragt, anschließend wird die elektronische Marke an die registrierte Mobiltelefonnummer verschickt. Durch diese Marke wird es der Person erlaubt sein, Alkohol in den nahe gelegenen Geschäften zu kaufen", verlautbarte die Stadtverwaltung in einer Erklärung am Donnerstag.

Der Start verlief jedoch alles andere als reibungslos. Die Website wurde schnell von Kunden überrannt, deren enormes Interesse sie schließlich zum Absturz brachte.

Am Freitagmorgen war die Website immer noch nicht zugänglich, ein "interner Serverfehler 500" wurde angezeigt.

Offenbar enttäuscht, nahmen die Kunden Twitter in Anspruch, um Probleme mit der Internetseite zu melden und ihrer Bestürzung über die Störungen Ausdruck zu verleihen.

Unter den Tisch geklickt: Indische Website zum virtuellen Schnapsladen-Anstehen sofort abgestürzt

"Mein Herr, die Internetseite qtoken.in funktioniert nicht. Bitte lösen Sie das Problem."

"Link zur E-Marke funktioniert nicht."

"Arvind Kejrival, Ihre Seite qtoken.in nicht erreichbar. Läuft nicht. Erbitte genaue Befassung damit."

Als Reaktion auf die Lawine von Beschwerden räumte die Stadtverwaltung ein, dass die Website unter dem "starken Ansturm" der Kunden zusammengebrochen sei, und versprach, dass "sie bald online sein wird".

Gemäß den Anweisungen der Stadt wird erwartet, dass sich Menschen sowohl mit als auch ohne die digitalen Terminmarken vor den Geschäften anstellen – in getrennten Schlangen.

Neu-Delhi und der Rest des Landes lockern allmählich die zum Eindämmen der COVID-19-Epidemie verhängte Abriegelung. So durften seit Montag nach einer längeren Pause von etwa 40 Tagen an die 160 Spirituosengeschäfte wieder Kunden in der Hauptstadt bedienen. Um den Anstieg der Nachfrage zu bremsen, kündigte die Regierung eine 70-prozentige Preiserhöhung für Alkohol an, die als "Corona-Gebühr" bezeichnet wird. Da die Maßnahmen jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Zustrom von Kunden hatten, warnten die Behörden davor, dass sie Genehmigungen in Gebieten widerrufen könnten, in denen sich die Menschen weiterhin über die Regeln der sozialen Distanzierung hinwegsetzen.

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