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Hausärzte machen mit Nacktprotest auf Materialmangel aufmerksam

Hausärzte machen mit Nacktprotest auf Materialmangel aufmerksam
Hausärzte machen mit Nacktprotest auf Materialmangel aufmerksam
Um auf den Mangel an Schutzmaterial in der Corona-Krise aufmerksam zu machen, haben sich einige Hausärzte zu einem Online-Protest entschlossen. Nackt – teils nur mit Stethoskop bekleidet – wollen sie für eine bessere Ausstattung mit Masken und Handschuhen werben.

Einige Hausärzte wollen in Deutschland unter dem Motto #blankebedenken für eine bessere Ausstattung mit Masken, Handschuhen und Kitteln in der Corona-Krise werben. Im Rahmen des Online-Protests teilen sie ihre Fotos, auf denen sie nackt mit Stethoskop, Blutdruckmessgerät oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung posieren. Auf der Internetseite der Kampagne heißt es:

Um Sie sicher behandeln zu können, brauchen wir und unser Team Schutzausrüstung. Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus.

Auf einem der Fotos ist zu sehen, wie eine kaum bekleidete Ärztin ihre langen Haare als Mundschutz einsetzt. Eine andere hält ein Schild in der Hand mit der Aufschrift:

Ich habe gelernt, Wunden zu nähen. Warum muss ich jetzt Masken nähen können?

Die Aktion sei von einem französischen Mediziner inspiriert gewesen, der sich nackt in seiner Praxis fotografiert habe, erklärte einer der Hausärzte laut einem Bericht der Ärztezeitung.

Seit Wochen fordern Hausärzte in Deutschland in der Corona-Krise mehr Schutz. Inzwischen gilt in fast allen Bundesländern die Schutzmaskenpflicht. Nach dem Vorreiter Sachsen in der vergangenen Woche sind am Montag auch andere Länder mit der Maßnahme nachgezogen. Als letztes Land folgt am Mittwoch Schleswig-Holstein. In den meisten Bundesländern müssen Bürger einen Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Nahverkehr tragen, in Berlin gilt die Pflicht nur in Bussen und Bahnen. (dpa)

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