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Überproduktion von Zucker in Russland: Zu niedrige Preise stellen Fabriken vor Probleme

Überproduktion von Zucker in Russland: Zu niedrige Preise stellen Fabriken vor Probleme
Überproduktion von Zucker in Russland: Zu niedrige Preise vergiften russischen Fabriken das Leben (Symbolbild)
Seit den letzten drei Jahren machen niedrige Zuckerpreise den Herstellern in Russland zu schaffen. Insbesondere kleineren Fabriken fällt es schwer, oberhalb der Rentabilitätsgrenze zu bleiben. Der Branchenverband befürchtet daher, dass einige Betriebe schließen müssten.

Russische Medien berichten unter Berufung auf den Verband der Zuckerhersteller Russlands, dass die Branche gerade eine schwierige Zeit durchmacht. Die Ursache sind niedrige Preise für Raffinade, die seit den letzten drei Jahren den Herstellern keine ausreichende Rentabilität ermöglichen. Seit dem Jahr 2016 liegt der Umfang der Zuckerproduktion über dem Inlandsverbrauch. Nach der guten Zuckerrübenernte 2019 wird für diese Produktionsvolumen in Höhe von 7,7 Millionen Tonnen Saccharose und steigende Vorräte erwartet. Vor diesem Hintergrund haben die Preise den tiefsten Stand seit sieben Jahren erreicht. Die Wirtschaftlichkeit der Branche betrug zeitweise 3,3 Prozent. Die Lage auf dem Binnenmarkt erschwerte sich darüber hinaus durch einen weltweiten Rückgang der Zuckerpreise. Da die Selbstkosten der Herstellung in Russland über den Handelspreisen lagen, wurde das erzeugte Produkt nicht ausverkauft. Es entstand ein Überschuss.

Ein Zuckerrübenbauer während der Ernte im Ort, Godewaersvelde, im Département Nord in der Region Hauts-de-France.

In der kommenden Saison 2020/2021 werden insgesamt vier Zuckerfabriken in verschiedenen Regionen Russlands ihre Produktion einstellen. Ihre gesamte Belegschaft beläuft sich auf ungefähr 1.500 Mitarbeiter. In der Saison 2019/2020 haben diese Betriebe aus 1,3 Millionen Tonnen Zuckerrübe ungefähr 200.000 Tonnen Raffinade gewonnen.

In einem Kommentar für die Zeitung Wedomostiwies der Chef des Verbandes der Zuckerhersteller Russlands, Andrei Bodin, darauf hin, dass die Hersteller vor dem Hintergrund der schwierigen Situation ihre Effizienz steigern, die Unkosten reduzieren und die Logistik verbessern sollten. Landwirtschaftsbetriebe sollten gleichzeitig die Anbauzeit der Zuckerrübe verkürzen. Sollte sich die Situation nicht zum Besseren ändern, müssten weitere Zuckerfabriken schließen. Bessere Chancen hätten demnach Betriebe, die den Rohstoff selbst anbauen. Denn sie könnten die Unkosten besser handhaben. (RIA Nowosti/TASS)

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