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Russland: Verwirrspiel um angebliche Tötungen von Patienten

Russland: Verwirrspiel um angebliche Tötungen von Patienten
Symbolbild
Ein anonymer Internetbeitrag sorgte in Russland für Aufregung: Ein Pflegehelfer gestand, passive Sterbehilfe geleistet zu haben. Für mehr Glaubhaftigkeit fotografierte er sein Namensschild. Russische Internetnutzer nahmen die Suche nach dem mutmaßlichen Mörder auf.

Es war eine Nachricht, die viele schockierte: Ein anonymer Internetnutzer berichtete vorige Woche auf der russischen Webseite Dwatsch, dass er in einem Krankenhaus in Russland arbeite und zehn Senioren getötet habe, indem er deren Beatmungsgeräte abgeschaltet hätte. Als Beweismittel fotografierte der Verfasser sein Namensschild, auf dem nur sein Vorname und die Berufsbezeichnung zu sehen waren: "Sergei Wladimirowitsch, Pflegehelfer im Bereich Anästhesie". Der Familienname war mit einer Pistole verdeckt.

Einige Internetnutzer zeigten sich zunächst skeptisch. Sie stellten dem Autor zusätzliche Fragen und hakten nach, wie zehn Todesfälle in einem Krankenhaus unbemerkt bleiben könnten. Der Mann erklärte, dass in der Anstalt viele Senioren behandelt und diese öfters sterben würden. Daher seien die Vorfälle niemandem aufgefallen. Nach einer Recherche vermuteten manche Internetnutzer, dass es sich um einen Krankenhausmitarbeiter in der russischen Stadt Kirow handeln könnte. Sie fanden den Mann in den sozialen Netzwerken. Name und Dienstgrad stimmten überein: Sergei Wladimirowitsch Wolf arbeitet tatsächlich als Pflegehelfer.

Die Geschichte schlug hohe Wellen und wurde von vielen russischen Medien aufgenommen. Das Untersuchungskomitee der Stadt, die Staatsanwaltschaft und das Gesundheitsministerium nahmen Ermittlungen auf. Noch am selben Tag meldete sich der mutmaßliche Mörder zu Wort: Sergei Wolf zeichnete eine Videobotschaft auf, in der er erklärte, dass er zwar in einem Krankenhaus arbeite, aber nichts mit den Vorfällen zu tun habe. Die Beiträge im Internet habe er nicht verfasst. Der Mann forderte das Untersuchungskomitee auf, diejenigen zu bestrafen, die ihn verleumdet hätten. Nach einer Befragung am Lügendetektor bestätigten die Behörden, dass Wolf keine Patienten getötet hat.

Mittlerweile haben die Internetnutzer einen weiteren Verdächtigen entdeckt: Sie behaupten nun, es handle sich um den 26-jährigen Sergei Kalinin, der in einem Krankenhaus der Stadt Perm arbeitet. Das Gesundheitsministerium hat erneut Ermittlungen eingeleitet. Einigen Medienberichten zufolge soll Kalinin am Dienstag zugegeben haben, die anonymen Beiträge verfasst zu haben. Allerdings streitet er die Tötung der Patienten ab. Kalinin sagt, er habe sich "alles nur ausgedacht". Die Ermittlungen laufen.

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