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Moskau: Fünfjähriges Kind lebt seit Geburt in Klinik – Eltern droht Entzug des Sorgerechts

Moskau: Fünfjähriges Kind lebt seit Geburt in Klinik – Eltern droht Entzug des Sorgerechts
Symbolbild
Ein fünfjähriges Mädchen lebt seit ihrer Geburt in einem Moskauer Krankenhaus, obwohl es laut Ärzten völlig gesund ist. Die Eltern wollen das Kind nicht aus der Klinik abholen. Das Jugendamt prüft den Fall und könnte den Eltern das Sorgerecht entziehen.

Die Geschichte des Mädchens, das praktisch ihr ganzes Leben lang in einem privaten Kinderkrankenhaus in Moskau verbracht hat, wurde diese Woche bekannt. Als viertes und jüngstes Kind in der Familie ist es zu früh und noch unterentwickelt auf die Welt gekommen. Laut Medienberichten wurde das Mädchen jedoch innerhalb weniger Monate gesund gepflegt.

Ein Archivbild aus der Blochin-Krebsklinik in Moskau, 29.10.2009

Kurz nachdem das Mädchen nach Hause durfte, wurde es wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Eltern gaben an, dass es aufgehört hatte zu atmen. Sie baten um zusätzliche medizinische Betreuung. Seitdem hat das Mädchen, das in Berichten nur "S." genannt wird, fünf Jahre lang im Krankenhaus verbracht und wurde von Medizinern und Kindermädchen betreut. Laut Ärzten gibt es für das Mädchen absolut keine medizinische Notwendigkeit, im Krankenhaus zu bleiben. Seine Mutter besteht jedoch darauf, dass ihr Kind schwer krank sei. Die Familie gilt als ziemlich wohlhabend und war bereit, die hohen Kosten für die medizinische Versorgung ihrer Tochter zu tragen.

Seit März 2019 wurden die Zahlungen eingestellt, das Kind blieb aber weiterhin in der Klinik. Die Eltern holten es nicht ab. Die Ärzte erklären, sie haben kein Recht, ihre Patienten, vor allem minderjährige, mit Gewalt vor die Tür zu setzen.

Laut dem Nachrichtenportal Meduza, das als erstes darüber berichtete, werden die älteren drei Kinder der Familie zu Hause unterrichtet und verlassen ihr Elternhaus nur selten. Die Mutter ist angeblich von der Gesundheit der Kinder besessen, an ihnen werden regelmäßig Routine-Untersuchungen durchgeführt.

Kinderärzte und Psychologen untersuchten das Mädchen bereits im Frühling und stellten fest, dass es völlig gesund und der Krankenhausaufenthalt sinnlos sei. Die Eltern des Kindes weigerten sich aber weiterhin, das Kind abzuholen. Eine Psychologin, die mit dem Kind sprach, erklärte gegenüber Meduza, dass es bereits erste psychologische Anzeichen aufweist, die bei langer Isolation auftreten. Die einzige Welt, die es kenne, sei das Krankenhaus.

Nachdem die Geschichte bekannt wurde, reichte das Jugendamt eine Klage gegen die Familie ein. Den Eltern kann das Sorgerecht entzogen werden.  

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