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Indien will mit Kohle aus Russland Abhängigkeit von USA, Kanada und Australien verringern

Indien will mit Kohle aus Russland Abhängigkeit von USA, Kanada und Australien verringern
Indien und Russland führen Verhandlungen über Kohlelieferungen. Neu-Delhi versucht, die Anzahl seiner Lieferanten zu diversifizieren. Man will mehr Unabhängigkeit von seinen traditionellen Lieferanten aus den USA, Kanada und Australien erreichen.

In zehn Jahren wird Indien voraussichtlich doppelt so viel Kohle benötigen, wie es heute verbraucht. Das erklärte der Direktor der russischen Investitions- und Exportagentur für den Fernen Osten Leonid Petuchow nach einem Treffen mit indischen Geschäftsleuten in Neu-Delhi. Während des Besuchs traf sich der Beamte auch mit dem indischen Minister für Erdöl und Erdgas Dharmendra Pradhan, um mögliche Lieferungen zu besprechen. Der russische Beamte teilte mit:

Indien ist an gemeinsamen Projekten mit Russland zur Entwicklung von Kokskohle interessiert und wird die Importe dieses Brennstoffs aus Russland erhöhen.

Er fügte hinzu, dass die Agentur sowohl russische als auch indische Unternehmen dabei unterstützt.

Pradhan sagte, dass die Kohlelieferungen aus der abgelegenen russischen Region steigen könnten, da sie preislich sowie aufgrund der Anbindung an Häfen und den Seeverkehr attraktiver sind, berichtete die Times of India mit dem Verweis auf den Minister.

Das Unternehmen Coal India Limited und die Indian Steel Association haben bereits Kohlebergwerke im Fernen Osten Russlands besucht und inspiziert. Mehrere russische Produzenten wie Kolmar, EVRAZ und Mechel haben bereits Kohleproben zur Bemusterung nach Indien geliefert. Diese werden Berichten zufolge zurzeit in den indischen Werken getestet.

Indien importiert mehr als 50 Millionen Tonnen Kokskohle, die ein Schlüsselelement der Stahlproduktion darstellt und strebt eine Diversifizierung der Rohstofflieferanten an. Der Anteil der russischen Kohlelieferungen nach Indien ist jedoch recht gering und liegt laut Petuchow bei rund einem Prozent.

Indische Stahl- und Energieunternehmen wollen Berichten zufolge jährlich bis zu neun Millionen Tonnen des Rohstoffs aus Russland importieren. Indische Partner bitten Russland jedoch, die Binnenschifffahrt sowie die Hafenlogistik und die Schienenanbindung in Fernost zu entwickeln, um das Wachstum der Lieferungen zu erleichtern. Sie wollen auch, dass russische Unternehmen Zugeständnisse und Vorzugsbedingungen für indische Unternehmen in Betracht ziehen.

Anfang dieses Jahres sagte der erste stellvertretende Minister für Entwicklung des russischen Fernen Ostens, dass Moskau darauf abzielt, die Kohleversorgung bis zum Jahr 2025 um das Sechsfache – auf 28 Millionen Tonnen – zu erhöhen.

Mehr zum Thema - Indiens Energiesektor bekämpft CO2-Emissionen mit Investitionen ins nationale Pipeline-Netz

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