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Sport als politische Waffe: USADA-Chef will "vollständige Sperre" russischer Athleten

Sport als politische Waffe: USADA-Chef will "vollständige Sperre" russischer Athleten
Sport als politisches Instrument: USADA-Chef wirbt für "vollständige Sperre" für russische Athleten (Symbolbild)
Während die Sportwelt auf eine Entscheidung der WADA über das Schicksal russischer Athleten wartet, hat der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), Öl ins Feuer gegossen. Er fordert einen Ausschluß der russischen Athleten an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Travis Tygart rief sogar dazu auf, dass Russen auch als neutrale Sportler, also nicht unter ihrer Nationalflagge, vom Wettbewerb ausgeschlossen werden sollten. Solche extremen Maßnahmen würden "saubere Athleten schützen" und Russland zwingen, "sein Benehmen zu verbessern".

Die Äußerungen des USADA-Chefs kommen nur ein paar Wochen bevor die Welt-Anti-Doping-Agentur am 9. Dezember in Paris ihre endgültige Entscheidung treffen wird, ob russische Athleten zu den Olympischen Spielen 2020 zugelassen werden. In der Doping-Saga wird ein neues Kapitel geschrieben, nachdem ein WADA-Komitee behauptete, die Daten, die Moskau im Januar übergeben hatte, seien manipuliert worden. Hunderte von positiven Drogentests seien gelöscht worden, heißt es.

Aber weder die WADA noch das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben empfohlen, solch drastische Maßnahmen pauschal gegen alle russischen Athleten zu ergreifen. Während das WADA-Gremium die Teilnahme der Russen als neutrale Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio empfahl, hat auch das IOC erklärt, dass schuldlose Athleten nicht der Möglichkeit beraubt werden dürften, sich international zu bewerben.

Mit Rücksicht auf die Karriere von vielen Athleten, die ihr Leben dem Sport gewidmet haben: Ist Tygarts Drang nach einer vollständigen Sperre Russlands eine übertriebene Reaktion oder ein Versuch, Sport zu als politisches Instrument gegen Russland zu nutzen?

Experten wie der unabhängige Journalist Neil Clark, kamen zu der Schlussfolgerung, dass der langjährige Drang, russische Sportler routinemäßig als Betrüger darzustellen, Teil einer Propagandakampagne ist, die von Russlands geopolitischen Gegnern betrieben wird, um Russlands Rolle auf der Weltbühne zu minimieren.

Die Aufrufe, Russland von internationalen Sportwettbewerben komplett auszuschließen, ertönen nicht zum ersten Mal. So hatten die Chefs der US-amerikanischen und kanadischen Anti-Doping-Organisationen im Jahr 2016 in einem Schreiben an die Welt-Anti-Doping-Agentur ebenfalls ein Verbot aller russischen Wettbewerber von den Olympischen Spielen in Rio beantragt. Unabhängig davon, ob sie für schuldig befunden worden waren, oder nicht. Das Ausmaß der Empörung, falls Russland gefordert hätte, US-amerikanische oder kanadische Athleten vom Wettbewerb auszuschließen, auch wenn sie nichts falsches getan haben, kann man sich kaum vorstellen.

Die endgültige Entscheidung soll am 9. Dezember getroffen werden. Alles deutet darauf hin, dass das Exekutivkomitee der WADA Russland von den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Japan ausschließen wird. Dies bedeutet, dass russische Athleten an den Wettkämpfen nur als neutrale Sportler und nach einer Reihe von Kontrollen teilnehmen dürfen.

Für Tygart und die USADA ist das jedoch nicht genug. Nur ein Verbot aller Russen, unabhängig von ihrem Status, würde ausreichen.

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