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Moskau: Kinderärzte der größten Krebsklinik drohen mit Massenkündigung

Moskau: Kinderärzte der größten Krebsklinik drohen mit Massenkündigung
Ein Archivbild aus der Blochin-Krebsklinik in Moskau, 29.10.2009
Mehrere Ärzte der berühmten Moskauer Blochin-Krebsklinik haben in einem Video schreckliche Zustände an ihren Arbeitsplätzen kritisiert und teilten mit, dass sie kündigen werden. Dem größten Krebszentrum Russlands fehlen nun viele Kinderonkologen.

Vier Angestellte der bekanntesten Krebsklinik in Russland haben auf dem YouTube-Kanal eines Ärzteverbandes am 30. September ein Video hochgeladen, in dem sie über ihre Arbeitsbedingungen berichten. Unter anderem, dass Kinder unter schrecklichen Zuständen behandelt würden, dass die Krankenzimmer überfüllt seien und es keine richtige Belüftung gäbe. Die Verwaltung der im Jahr 1951 gegründeten Klinik kündige vermeintlich illoyale Angestellte, anstatt sich den echten Problemen zu widmen. Die Ärzte forderten in dem Video einen Rücktritt der Leitung, ein transparentes Entschädigungssystem sowie den Bau neuer Stationen. Die Ärzte sagten in dem Video:

Zu uns kommen Kinder aus ganz Russland und auch aus dem Ausland. Wir, und alle anderen die hier heute nicht anwesend sind, teilen unsere Kündigungsentscheidung mit, da die neue Leitung des Onkologiezentrums es uns nicht ermöglicht, unseren Ärztepflichten ehrlich nachzugehen.

Der Konflikt soll sich seit Juni 2019 zugespitzt haben, als eine neue Leiterin die Klinik übernahm. Sie soll ihr Team aus einer anderen Gesundheitsanstalt Moskaus mitgebracht haben. Viele Ärzte teilten damals in einem offenen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit, dass die neue Leitung alle unzufriedenen Ärzte aufgefordert habe, selbst zu kündigen. Der stellvertretende Direktor des Institutes für Kinderonkologie, Maxim Rykow, kritisierte die Vorgehensweise der Chefetage. Demnach sollen Ärzte eingeschüchtert und viel schlechter als die vermeintlich loyalen Mitarbeiter entlohnt worden sein. Außerdem sollen die Mediziner mit unnötiger Bürokratie belastet worden sein und weniger Zeit für ihre Patienten gehabt haben.

Am ersten Oktober wurde bekannt, dass alle Kinderärzte der Abteilung für Knochenmarktransplantation gekündigt haben beziehungsweise noch kündigen werden, sobald die Therapie ihrer derzeitigen Patienten abgeschlossen sein wird. Der stellvertretende Direktor der Klinik, der renommierte Onkologieprofessor Georgi Mentkewitsch, der als erster Arzt in Russland eine Abteilung für Knochenmarktransplantation gründete und auch an dem Video mitwirkte, wurde am 1. Oktober entlassen.

Moskau: Kinderärzte der größten Krebsklinik drohen mit Massenkündigung
Onkologieprofessor Georgi Mentkewitsch

Putins Pressesprecher Dmitri Peskow sprach seine Hoffnung aus, dass die Streitparteien auf einen gemeinsamen Nenner kommen würden. Es sei für den Kreml aber falsch und absurd, sich in die Angelegenheiten einer Gesundheitsanstalt einzumischen, so Peskow.

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