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Europas führende Low-Cost-Airlines konkurrieren um Flüge aus Sankt Petersburg

Europas führende Low-Cost-Airlines konkurrieren um Flüge aus Sankt Petersburg
Die irische Ryanair, die britische EasyJet und die ungarische Wizz Air haben die Erlaubnis beantragt, vom Pulkowo Flughafen in Sankt Petersburg aus nach Europa fliegen zu dürfen. Das könnte den Touristenstrom in die Stadt deutlich steigern.

Billigfluggesellschaften aus der EU könnten bis zum Jahr 2025 jährlich weitere sechs Millionen Urlauber ins russische Sankt Petersburg bringen, berichtete das russische Medium RBK unter Berufung auf Leonid Sergejew, den Geschäftsführer des russischen Flughafenbetreibers Northern Capital Gateway. Berichten zufolge erwartet der Sankt Petersburger Flughafen Pulkowo einen großen Zustrom im Passagierverkehr aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.

Die drei Budgetfluggesellschaften haben sich zu den Berichten nicht geäußert.

Neben den europäischen Fluggesellschaften hat ein in der GUS ansässiges Unternehmen auch Flüge zwischen Pulkowo und den USA beantragt, so Sergejew. Allerdings machte er keine Angaben, um welche Fluggesellschaft es sich handelt.

Der Flughafen Sankt Petersburg erwartet eine höhere Nachfrage, da sich die drei Fluggesellschaften als erste beworben hatten, bevor der Luftverkehrsknotenpunkt offiziell bekannt gab, dass er für die sogenannte "Siebte Freiheit der Luft" lizenziert wurde. Die Regelung wird fünf Jahre lang getestet. Während dieser Zeit dürfen Fluggesellschaften die Stadt anfliegen, ohne dass ihre Route ihren jeweiligen Heimatstaat berührt. So kann beispielsweise ein irisches Unternehmen von Sankt Petersburg nach Rom oder in jede andere Stadt eines Drittlandes fliegen.

Northern Capital Gateway hat die russischen Verkehrsbehörden bereits gebeten, Routen in 33 Länder zu genehmigen; die Gespräche hierzu laufen noch. Nicht-russische Fluggesellschaften planen einen Ganzjahresbetrieb mit 60 Prozent der Flüge im Sommer und 40 Prozent im Winter.

Einige russische Flugzeugbetreiber äußerten jedoch Bedenken, nicht-russischen Fluggesellschaften Verkehrsrechte im Rahmen der sogenannten "Siebten Freiheit der Luft" zu gewähren. Man befürchtet, die ausländische Konkurrenz könnte ihr Kontingent nur in der Hochsaison nutzen, was bedeuten würde, dass Inlandsfluggesellschaften die Lücke in der Nebensaison und im Winter schließen müssten, was zu finanziellen Verlusten führen könnte. Kritiker bestehen darauf, dass russische Fluggesellschaften ähnliche Rechte in jenen Ländern haben sollten, deren Airlines das Recht haben, von Pulkowo aus zu fliegen.

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