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WADA: Russland soll binnen drei Wochen mutmaßliche Manipulationsvorwürfe aufklären

WADA: Russland soll binnen drei Wochen mutmaßliche Manipulationsvorwürfe aufklären
Die Rusada-Zentrale in Moskau.
Es droht eine neue Sperre: Das Schicksal der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA entscheidet sich nicht vor der Leichtathletik-WM in Doha. Russland wird die Manipulation von Dopingdaten vorgeworfen. Die WADA gibt dem Land nun drei Wochen Zeit für die Aufklärung.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur setzt Russland unter Druck: Innerhalb von drei Wochen müssen die Verantwortlichen in dem Land auf die jüngsten Vorwürfe zu mutmaßlichen Manipulationen im Moskauer Dopinglabor antworten. "Die WADA hat die russische Seite dazu aufgefordert, in dieser Zeit Erklärungen zu den angeblichen Unregelmäßigkeiten im Moskauer Labor abzugeben", sagte der Chef des Aufsichtsgremiums der russischen Anti-Doping-Behörde RUSADA, Alexej Iwljew, am Montag der Agentur Interfax.

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Stanislaw Pozdnyakow, der Präsident des russischen Olympischen Komitees, gab zu, dass die Situation "sehr ernst" sei und die Teilnahme Russlands an den Olympischen Spielen gefährden könnte.

"Wir haben enorme diplomatische Anstrengungen unternommen, um das Vertrauen der internationalen Sportgemeinschaft zurückzugewinnen und den russischen Athleten das Recht zu geben, ohne Einschränkungen an den Olympischen Spielen teilzunehmen", sagte er. "Aber jetzt laufen wir wieder Gefahr, mit Sanktionen zu rechnen."

Der RUSADA und dem russischen Sportministerium seien Kopien der Berichte der WADA und von unabhängigen Experten zur Verfügung gestellt worden, teilte die WADA-Exekutive nach ihrer Sitzung in Tokio mit. In den Dokumenten seien "die fraglichen Widersprüche aufgeführt. Sie erhielten drei Wochen Zeit, um ihre Kommentare abzugeben, zusammen mit Antworten auf eine Liste mit spezifischen Fragen", heißt es in dem Statement.

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Allerdings hat es laut WADA auch gute Fortschritte bei der Analyse der Moskauer Labordaten gegeben: "Bislang wurden bereits 47 Fälle identifiziert und Beweispakete an die zuständigen internationalen Sportverbände übermittelt."

Das Internationale Olympische Komitee teilte auf eine Anfrage der dpa am Montag mit: "In Übereinstimmung mit den neuen WADA-Regularien, die seit April 2018 in Kraft sind, wird dieser Prozess von der Anti-Doping-Agentur durchgeführt, und das IOC respektiert dieses Vorgehen voll und ganz."

Wenn sich der Fälschungsvorwurf erhärten sollte, droht der RUSADA eine erneute Suspendierung. Diese könnte nicht nur die nächsten Olympischen Spiele in Tokio, sondern auch die Fußball Weltmeisterschaft 2022 in Katar betreffen.

(Symbolfoto) Urinproben werden 2015 im französischen nationalen Anti-Dopinglabor in Châtenay-Malabry bei Paris untersucht

Nach einer dreijährigen Sperre hatte die WADA den Bann am 20. September 2018 aufgehoben – mit der Auflage, dass Russland die Doping-Daten und -Proben aus den Jahren 2012 bis 2015 an die WADA übergibt.

Der russische Sportminister Pawel Kolobkow betonte, ausländische wie russische Experten würden in dem Fall zusammenarbeiten. "Wir werden weiterhin alles tun, um jede Unterstützung von unserer Seite zu garantieren", sagte er.

Bei der WM (27. September bis 6. Oktober) dürfen auf jeden Fall 29 Leichtathleten aus Russland unter neutraler Fahne an den Start gehen. Diese Regelung gilt seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auch für andere internationale Wettkämpfe wie WM und EM.

Iwljew betonte, es sei noch zu früh, um über mögliche Folgen für die Teilnahme russischer Athleten an den Olympischen Spielen 2020 zu spekulieren. Auch der Kreml reagierte zurückhaltend. "Die WADA hat eine Reihe von Fragen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Jetzt müssen wir einfach warten."

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