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Ende einer Tradition? Neue russische Raumanzüge haben keinen Hosenschlitz

Ende einer Tradition? Neue russische Raumanzüge haben keinen Hosenschlitz
Der neue Raumanzug Sokol-M
Ein neuer russischer Raumanzug, der auf der MAKS-Luftfahrtmesse nahe Moskau vorgestellt wurde, könnte das Ende einer langen Kosmonauten-Tradition bedeuten – nämlich, das Rad eines Busses, der die Kosmonauten zum Raumschiff bringt, anzupinkeln. Dem neuen Anzug fehlt der Hosenschlitz.

Der Raumanzug mit dem Namen Sokol-M soll eine ältere Variante der Sokol-Serie ersetzen, die während der Aufstiegs-, Abstiegs- und Andockphasen des Raumflugs verwendet wird. Der neue Anzug wurde speziell für das russische Raumschiff Federazija entwickelt. Laut den Entwicklern bietet er mehr Komfort als seine Vorgänger und soll langlebiger sein. Ein Manko gibt es dennoch: Der neue Raumanzug hat keinen Hosenschlitz mehr. Wer denkt, der Fehler sei nicht ernst zu nehmen, irrt sich: Männliche Kosmonauten verlieren dadurch die Chance, einer alten Tradition nachzugehen.

Die Tradition ist mindestens so alt wie die bemannte Raumfahrt, die auf Juri Gagarin zurückgeht. Als ihn ein Bus im Jahr 1961 zum Raumschiff brachte, forderte Gagarin einen außerplanmäßigen Stopp an, stieg aus dem Bus aus und pinkelte das Rad an. Im Gegensatz zu modernen Kosmonauten, die die geplante Aktion für ein Glücksritual halten, soll Gagarin damals einfach den Drang danach verspürt haben.

Auf die Frage nach dem fehlenden Hosenschlitz erklärte Sergei Pozdnjakow, der Generaldirektor der Entwicklungsfirma Zwezda, es seien keine konkreten Anfragen dazu gestellt worden. Da es sich aber noch nicht um die endgültige Version handelt, könne der Raumanzug noch modifiziert werden. Er soll voraussichtlich im Jahr 2020 testbereit sein.

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