Russland

Moskau: Hauptursache für U-Boot-Unglück war Brand in Akku-Anlage

Russlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat bei einem Treffen mit Wladimir Putin am Donnerstag die Hauptursache des U-Boot-Unglücks in der Barentssee genannt. Demnach habe ein Brand in der Akku-Abteilung dazu geführt. Die Atomanlage sei aber funktionsfähig.
Moskau: Hauptursache für U-Boot-Unglück war Brand in Akku-AnlageQuelle: Sputnik

Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Donnerstag hat Verteidigungsminister Sergei Schoigu weitere Einzelheiten zu dem U-Boot-Unglück in der Barentssee mitgeteilt. Während der Tauchfahrt sei demnach in der Akku-Abteilung des Unterseebootes ein Brand ausgebrochen. Daraufhin habe das Feuer auf weitere Räume übergegriffen. Die Atomanlage sei dabei jedoch unversehrt geblieben:

Die in diesem Boot installierte Kernkraftanlage ist vollkommen isoliert und unbemannt. Darüber hinaus hat die Besatzung alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Atomanlage zu schützen. Sie ist vollkommen funktionsfähig.

Der russische Verteidigungsminister zeigte sich außerdem guter Hoffnung, dass das havarierte Unterseebot in kürzester Zeit wieder instandgesetzt werden könne.

Der russische Präsident wies Sergei Schoigu an, die Besatzung des U-Bootes auf Staatsebene auszuzeichnen. Der Verteidigungsminister betonte seinerseits, dass den Hinterbliebenen der verunglückten Crewmitglieder in vollem Umfang geholfen werde. So soll jeder betroffenen Familie mit Kindern bis zu deren Volljährigkeit der Sold des verstorbenen Vaters ausgezahlt werden.

Das Unglück an Bord des Forschungsbootes hatte sich am 1. Juli ereignet. Dabei starben 14 Menschen, unter ihnen waren sieben Kapitäne ersten Ranges. Zwei von ihnen waren außerdem Helden der Russischen Föderation. Die restlichen Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Das russische Verteidigungsministerium teilte kaum Einzelheiten unter Hinweis auf Staatsgeheimnisse mit. Es wurde lediglich bekannt, dass die Mission der Erforschung der Hydrosphäre gegolten, und dass die Besatzung bereits mehrere komplizierte Untersee-Expeditionen zur Erforschung der Arktis unternommen hatte. In seiner Bekanntgabe zu der Tragödie unterstrich das Verteidigungsministerium, die Seeleute hätten rechtzeitig, selbstlos und korrekt gehandelt. Sie hätten ihr Leben geopfert, um den Brand zu löschen sowie ihre Kameraden und das U-Boot zu retten.

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