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Ärztin in Kaliningrad der Tötung eines Neugeborenen beschuldigt

Ärztin in Kaliningrad der Tötung eines Neugeborenen beschuldigt
Symbolbild
Die Chefärztin einer Geburtsklinik in Kaliningrad wird beschuldigt, ein Neugeborenes vorsätzlich getötet zu haben, um die Geburtenstatistik zu verschönern. Ihr drohen bis zu 20 Jahre Haft. Die Ärztegemeinschaft stellt sich hinter die Medizinerin.

Eine Frau in der 24. Schwangerschaftswoche hat im November 2018 in einer Geburtsklinik in Kaliningrad einen untergewichtigen Jungen zur Welt gebracht. Er wog rund 700 Gramm. Aus Angst, dass das Kind sterben und die Geburtenstatistik der Klinik verschlechtern würde, soll die Chefärztin Elena Belaja das Kind getötet haben. 

Ermittler behaupten, die 41-Jährige habe dem Baby eine tödliche Dosis Magnesiumsulfat verabreicht, das gefäßerweiternd wirkt und bei Überdosis zum Herzstillstand führt. Als weiteren Grund für den vorsätzlichen Mord nennen die Ermittler die Tatsache, dass das Aufrechterhalten des Lebens mit zu hohen Kosten verbunden gewesen wäre. Um ihre Handlungen zu vertuschen, soll die Ärztin anschließend in die Behandlungsakte geschrieben haben, das Baby sei bereits während der Geburt verstorben.

Elena Belaja wurde am 16. November 2018 festgenommen und befindet sich derzeit unter Hausarrest. Ihr werden zwei Fälle von Amtsmissbrauch vorgeworfen: Belaja soll ihre Kollegen aufgefordert haben, "alle Maßnahmen zu ergreifen, damit das Kind nicht überlebt" sowie die Behandlungsakte gefälscht haben. Eine weitere Ärztin, Elina Suschkewitsch, die laut Ermittlern als Belajas Komplizin gilt, befindet sich ebenfalls unter Hausarrest.

Gleich darauf stellten sich zahlreiche Kollegen aus dem ganzen Land hinter beide Ärztinnen. Sie starteten auf der Plattform change.org eine Petition mit der Forderung, den Fall objektiv zu untersuchen. Viele vermuten, dass in der Entbindungsklinik eine "ungesunde" Atmosphäre herrschte, die dazu führte, dass die beiden Frauen festgenommen wurden. Manche befürchten, jemand wolle die Chefärztin aus ihrem Amt verdrängen und habe deswegen falsche Anschuldigungen erhoben. 

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