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Anwalt des inhaftierten russischen Investigativ-Journalisten Iwan Golunow im RT-Interview

Anwalt des inhaftierten russischen Investigativ-Journalisten Iwan Golunow im RT-Interview
Am 6. Juni wurde der russische Enthüllungsjournalist Iwan Golunow wegen Drogenverdachts festgenommen.
Am 6. Juni wurde der russische Enthüllungsjournalist Iwan Golunow wegen Drogenverdachts festgenommen und von einem Moskauer Gericht für zwei Monate unter Hausarrest gestellt. Der Reporter weist alle Vorwürfe zurück. RT sprach mit seinem Anwalt.

Laut Sergej Badamschin, dem Anwalt des Journalisten, stehe Golunow unter Schock. Der Jurist ist überzeugt, dass sein Mandant nur dank der öffentlichen Unterstützung und der breiten Medienberichterstattung vor der Inhaftierung bewahrt werden konnte.

Herr Badamschin, Sie haben den Fall von Iwan Golunow gerade erst aufgenommen. Ist es Ihnen schon gelungen, sich mit Herrn Golunow zu treffen?

Ja, wir haben zusammen über die Ermittlungen gesprochen. Das Treffen verlief in einem guten Arbeitsklima.

Wie fühlt er sich?

Ich werde nicht ins Detail gehen, aber natürlich steht Iwan unter Schock. Alles, was gerade passiert, bereitet ihm große Sorgen. Und natürlich wird dadurch das Wohlbefinden auch nicht besser.

Fall Iwan Golunow: Was bisher über die Festnahme des russischen Investigativjournalisten bekannt ist

Am Samstag, den 8. Juni, fand eine Sitzung des Nikulinski Amtsgerichts statt, die Iwan Golunow bis zum 7. August unter Hausarrest stellte. Was halten Sie von dieser Entscheidung?

Es ist ein seltener aber sehr positiver Fall, in dem es möglich war, dazu beizutragen, dass eine Person nicht in diesen Fleischwolf, also die Haftanstalt, geschickt wurde. Das ist vor allem natürlich der breiten öffentlichen Unterstützung und der breiten Unterstützung der Kollegen – unabhängig von ihren politischen Präferenzen – zu verdanken. Das ist eine tolle Leistung und eine große Hilfe. Alle, die teilnahmen – Streikposten aufbauten, die Leute darüber aufklärten, Petitionen unterschrieben – ließen dieses Thema nicht verstummen, sie schwiegen nicht. Und das leisteten vor allem die Kollegen.

Anscheinend war hier eine Grenze erreicht. Das Misstrauen gegenüber dem Strafverfolgungssystem, vor allem in dieser Kategorie von Fällen, hat sich angehäuft und kam nach diesem Fall ins Rollen. Denn das, was mit Iwan geschieht, kann nicht anders als Verhöhnung – auch gegenüber dem Gesetz – bezeichnet werden.

Wie wichtig ist es, dass sowohl die Oppositions- als auch die staatlichen Medien den Fall Iwan unterstützen?

Ich unterscheide nicht zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Medien, wenn sie sich auf die Seite des Guten stellen und versuchen zu helfen, wenn sie eine menschliche Tragödie sehen. Meiner Meinung nach ist dies in erster Linie die Aufgabe der staatlichen Medien. Basierend auf meiner Erfahrung in einem anderen Fall kann ich sagen, dass es wirklich sehr hilft.

Hatten Sie Zeit, sich mit den Materialien des Falls vertraut zu machen?

Natürlich werden uns nicht alle Materialien des Falles gemäß Artikel 217 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation zur Verfügung stehen. Aber wir sind bereits dabei, die notwendigen Dokumente zu studieren.

Konnten Sie bestimmen, wie viele Verstöße begangen wurden, als Iwan inhaftiert wurde?

Wir werden unseren Verfahrensgegnern nicht alles darlegen, was wir jetzt gezählt haben... Außerdem haben unsere Kollegen das alles bereits gezählt und den Medien ausführlich beschrieben. Alles ist zugänglich. Und deshalb werden wir diese Verletzungen natürlich nicht verschweigen. Ich halte es für sehr wichtig, die Öffentlichkeit in diesen Fall einzubeziehen, damit jeder wirklich nachvollzieht, ob die Untersuchung objektiv abläuft und wie objektiv der weitere Fortschritt in diesem Fall sein wird.

Wie schwierig ist es, zu beweisen, dass die Drogen untergeschoben wurden? Ist es Ihnen gelungen zu erwirken, dass vom Paket, das bei Iwan zuhause, und vom Paket, das in seinem Rucksack gefunden wurde, die Fingerabdrücke genommen wurden?

Ja, sie haben die Fingerabdrücke genommen. Seine Fingerabdrücke wurden nicht gefunden.

Iwan sagte, er sei von jemanden aus der Beerdigungsbranche bedroht worden. Hat er es der Polizei gemeldet?

Ich bin noch nicht bereit, diese Frage zu beantworten.

Es ist klar, dass Sie noch viele Fragen nicht beantworten können. Vielleicht sind Sie aber in der Lage, einige Prognosen abzugeben?

Es gibt noch viele Feinheiten, über die wir uns in allen Details mit unserem Mandanten abstimmen müssen. Deshalb ist es noch sehr früh, jetzt über sie zu sprechen. Tatsache ist, dass wir uns jetzt im akuten Stadium der strafrechtlichen Ermittlungen befinden, in dem unsere Verfahrensgegner manchmal sehr scharfe und vorschnelle Manöver machen. Wir sollten das unsererseits im Auge behalten und keine Fehler machen. Das Wichtigste ist auf jeden Fall, sich nicht in die Tinte zu setzen. Das ist für uns in dieser Phase das Wichtigste.

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