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Russland: Paläontologen finden in Jakutien 130 Millionen Jahre alte Dinosaurier-Fossilien

Russland: Paläontologen finden in Jakutien 130 Millionen Jahre alte Dinosaurier-Fossilien
(Symbolbild)
Russische Wissenschaftler der Universität Sankt Petersburg fanden 130 Millionen Jahre alte Dinosaurier-Knochen in Jakutien. Die Entdeckung könnte ersten Erkenntnissen zufolge die Sicht auf das Leben der urzeitlichen Echsen ändern und zu neuen Hypothesen führen.

Paläontologen der Staatlichen Universität Sankt Petersburg sind auf Überreste riesiger pflanzenfressender Dinosaurier in der Region Suntar in Jakutien gestoßen. Diese Entdeckung könnte die aktuelle Sicht auf diese uralten Wirbeltiere ändern, erklärte der Paläontologe Pawel Skutschas gegenüber der Nachrichtenagentur TASS am Dienstag.

Die Überreste sind etwa 130 Millionen Jahre alt. Laut dem Wissenschaftler sind sie sehr primitiven Arten zuzuordnen. Ähnliche Tierarten seien in südlicheren Regionen viel früher ausgestorben. Skutschas betonte:

Wir hatten Glück, Dinosaurierknochen zu finden und damit zu beweisen, dass sie in diesen Regionen gelebt haben. […] Wir haben riesige Dinosaurier entdeckt, und im jetzigen Stadium gehen wir davon aus, dass die Funde zu einer bereits in China entdeckten Arten-Familie gehören könnten. Die Knochen, die wir entdeckt haben, gehören zu den nördlichsten Funden von Dinosauriern und sind der nördlichste Fund vom Beginn der Kreidezeit – vor etwa 130 Millionen Jahren. Tatsächlich gab es dort einen echten 'Jurassic Park'.

Die Paläontologen fanden Knochen von Stegosauriern – großen vierbeinigen Dinosauriern, die Stacheln auf ihren Schwänzen und Knochenplatten auf ihrem Rücken hatten und Pflanzenfresser waren. Die Wissenschaftler studieren derzeit die Funde genauer und hoffen, noch eine neue, bisher unbekannte Art der Dinosaurier beschreiben zu können.

Nach Ansicht von Skutschas können die Ergebnisse mehr Informationen darüber liefern, wo die Dinosaurier gelebt und wie sie sich ausgebreitet haben. Zuvor dominierte in der Wissenschaft die Hypothese, dass Stegosaurier ihre Nahrung nicht kauten, sondern nur mit den Zähnen griffen und sofort verschluckten. Der Paläontologe erklärte:

In den traditionellen wissenschaftlichen Beschreibungen steht, dass sie sich einen Ast schnappten und die Blätter schluckten ohne zu kauen, so dass ihre Zähne nicht abgenutzt wurden. Doch die Zähne, die wir fanden, sind auf komplexe Weise abgenutzt, so dass wir glauben, dass die Dinosaurier, die wir gefunden haben, ihre Nahrung aktiv zerkauten. Deshalb kann unser Wissen über die Verdauung der alten Echsen möglicherweise erweitert werden.

Eine weitere Frage, die die Wissenschaftler zu beantworten hoffen, ist, wo sich die in nördlichen Gebieten lebenden Dinosaurier vermehren konnten. Traditionell nahmen Wissenschaftler an, dass die Urtiere migriert sind, um Nachwuchs zu bekommen. Den Forschern der Staatlichen Universität Sankt Petersburg gelang es jedoch, sehr kleine Knochen zu finden, die jungen Dinosauriern gehörten. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Riesenechsen nicht nur für eine (wärmere) Saison in das Gebiet des heutigen Jakutien kamen, sondern sich dort auch vermehrten.

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