US-Delegation besucht Krim: "Was 2014 passierte, war der Wille der Bevölkerung"

US-Delegation besucht Krim: "Was 2014 passierte, war der Wille der Bevölkerung"
Bewohner der Krim feiern das dreijährige Jubiläum des Krim-Referendums
Eine US-Delegation des Center for Citizens Initiatives weilt derzeit auf der Krim. Bei ihrem Besuch widersprachen die US-Amerikaner dem Narrativ einer "Annexion" der Halbinsel.

Die aus vier Vertretern bestehende Delegation des Center for Citizen Initiatives (CCI) begab sich auf die Halbinsel Krim, um sich ein Bild über die "tatsächliche Situation" vor Ort zu machen. Der Aufenthalt begann mit dem Besuch eines Waisenhauses in Simferopol und beinhaltete ein Treffen mit Vertretern des örtlichen Parlaments sowie ein Ausflugsprogramm, bei dem die Delegation Jalta und Sewastapol besuchte.

Eine vierköpfige Delegation aus den Vereinigten Staaten kam auf die Krim. Die offizielle Komponente ihres Besuchs beginnt am 6. September. Sie sind aus dem Wunsch heraus hierher gekommen, die reale Situation auf der Halbinsel zu sehen und die Wahrheit über das Leben der Krimbewohner in ihre Heimat zurückzubringen", kommentierte Valentin Kosubski, einer der Organisatoren der Veranstaltung, den Aufenthalt der Delegation.

Russische Flaggen während des Jahrestages der  Wiedervereinigung der Krim mit Russland

Während des Aufenthalts fasste Sylvia Demarest als Leiterin der Delegation ihre Eindrücke zusammen:

Ich bin Anwältin. Ich verstehe, dass es sich bei dem, was 2014 auf der Krim vor sich ging, um den legitimen Willen der Bevölkerung und den Ausdruck des Rechts auf Selbstbestimmung handelte.

Der pensionierte Anästhesist und Delegationsmitglied Glenn Reynolds bezweifelte bereits vorab die im westlichen Mainstream übliche Lesart der Vorgänge im Jahr 2014:

Mein Eindruck ist, dass wir nicht die wahre Geschichte hören, also, als ich erfuhr, dass wir auf die Krim gehen, war ich glücklich. In meiner kleinen Gruppe, in meiner kleinen Stadt denken die Leute nicht viel [über die Krim] nach, sie hören zu, was offizielle Medien ihnen sagen, was sie denken sollen. Ich bin hier, um einen kleinen Unterschied zu machen.

Demarest zeigte sich ebenfalls als kritische Beobachterin des Geschehens und solidarisierte sich mit der lokalen Bevölkerung:

Ich verfolge die Ereignisse auf der Krim schon seit langem, und ich kann sagen, dass ich mit dem, was dort geschah, einverstanden bin und den Standpunkt des Volkes der Krim teile.

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Vladimir Konstantinow, Sprecher des örtlichen Parlaments, konstatierte:

Die Menschen in der Region, die sich 2014 von der Ukraine getrennt haben, werden solche Reisen immer begrüßen. Loben oder kritisieren Sie uns nicht, erzählen Sie allen, wie wir hier leben und wie wir uns hier fühlen. Das ist sehr wichtig für die Krim, da wir nicht verstehen, warum sie uns mit Sanktionen belegt haben.

Demarest zufolge werde sie ihren Kollegen in den USA von ihren gewonnenen Einsichten berichten. Gegenüber RIA Nowosti zeigte sich die Delegationsleiterin zudem ebenso davon überzeugt, dass die Krim nie wieder Teil der Ukraine werden würde.

Nach der Abhaltung eines Referendums im März 2014 schloss sich die Krim der Russischen Föderation an. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union verhängten infolge dessen Sanktionen gegen Russland. Nach Ansicht des Vizepremiers der Teilrepublik Krim Dmitri Polonski weigerten sich die USA, den Willen der Krim-Bevölkerung zu respektieren, weil durch das Referendum deren eigenen Ambitionen durchkreuzt worden seien.

Beim Center for Citizen Initiatives handelt es sich um eine NGO mit dem Ziel, die Spannungen zwischen den beiden Supermächten Russland und USA abzubauen. Das CCI hatte bereits 2016 eine ähnliche Gruppe auf die Krim entsandt. Der Besuch von US-Vertretern des Center for Citizens Initiatives endet am 9. September.

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