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Russlands Verteidigungsministerium verspricht mehr Karrierechancen für Frauen

Russlands Verteidigungsministerium verspricht mehr Karrierechancen für Frauen
Das russische Verteidigungsministerium hat Pläne bekannt gegeben, die Vielfalt möglicher militärischer Laufbahnen für Kadettinnen und Studentinnen - sowohl in Militärschulen als auch an Universitäten mit militärischen Bildungsgängen - deutlich zu erweitert.

Am Dienstag traf sich der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit dem Vorsitzenden der Regierung der Region Chakassien und den Leitern der zivilen Universitäten der chakassischen Hauptstadt Abakan. Während des Treffens erklärte er:

Jedes Jahr erhalten wir Hunderte Briefe und Anfragen. Wir stehen immer wieder auch vor der gleichen Frage: Warum können junge Männer eine militärische Ausbildung absolvieren und junge Frauen nicht? Ich möchte sagen, dass es seit kurzem auch die Mädchen können. Wir werden alles tun, damit sie eine militärische Ausbildung absolvieren können, aber natürlich nicht in allen militärischen Berufen.

Die Erklärung kam, nachdem einer von Schoigus Stellvertretern, Nikolai Pankow, mitteilte, dass im Moment eine sehr große Anzahl junger russischer Frauen in den Militärdienst eintreten und eine militärische Ausbildung erhalten wollte. Er fügte hinzu, dass der Wettbewerb unter den Frauen um den Eintritt in bestehende Militärschulen "jenseits aller Grenzen" sei.

Schoigu genehmigte den Vorschlag, eine Liste der militärischen Berufe, die Studentinnen in den militärischen Bildungszentren der Universitäten vermittelt werden können, zu erstellen und offiziell zu validieren.

Im vergangenen Jahr führte das russische Verteidigungsministerium einen Plan für eine umfassende Reform der Offiziersausbildung ein. Dazu gehörte auch die Ersetzung von militärischen Abteilungen an zivilen Universitäten durch spezielle Zentren, die eine verbesserte Ausbildung für verschiedene Spezialisten auf der Grundlage spezifischer Anforderungen des Verteidigungsministeriums anbieten.

Die neuen Regeln ermöglichen es Studierenden, sich ihr Studium durch das Verteidigungsministerium finanzieren zu lassen, sofern sie vor Beginn ihrer Ausbildung Verträge für einen aktiven Dienst unterzeichnen.

Außerdem bezeichnete der russische Verteidigungsminister ein Experiment als erfolgreich, bei dem 15 russische Frauen zum ersten Mal seit vielen Jahren die Krasnodarer Militärhochschule für Luftfahrt besuchten.

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Russland hat eine allgemeine Wehrpflicht für Männer, die derzeitig zwölf Monate dauert. Vor etwa einem Jahr erklärte die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa, dass sie die Situation als eine mögliche Verletzung der Gleichstellung der Geschlechter betrachte und versprach, das Problem in naher Zukunft anzugehen.

Das Verteidigungsministerium reagierte darauf mit der Klarstellung, dass die Wehrpflicht für Männer kein Recht, sondern eine Pflicht sei, und fügte hinzu, dass Frauen ebenfalls als Freiwillige dem Militär beitreten und ihre Karriere in jedem Rang aufbauen können - vom einfachen Soldaten bis zum General. Das Ministerium fügte hinzu, dass derzeit etwa 45.000 Frauen beim russischen Militär dienen, wobei die Gesamtstärke der Streitkräfte etwa 830.000 beträgt.

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