"Es geht um Leben und Tod" - 15.000 weiße südafrikanische Bauern suchen Zuflucht in Russland

"Es geht um Leben und Tod" - 15.000 weiße südafrikanische Bauern suchen Zuflucht in Russland
Eine Delegation von 30 südafrikanischen Bauernfamilien ist im russischen Stawropol angekommen. Die burischen Landwirte beklagen zunehmende Entrechtung, Gewalt und Willkür und wollen in Russland "einen Beitrag zum boomendem Agrarsektor" leisten.

Bis zu 15.000 Buren, Nachkommen niederländischer Siedler in Südafrika, planen inmitten der zunehmenden Gewalt, die Regierungspläne zur Enteignung ihres Landes begleitet, nach Russland zu ziehen, so Vertreter der Delegation.

Es geht um Leben und Tod - es gibt Angriffe auf uns. Es ist so weit gekommen, dass die Politiker selbst eine Welle der Gewalt auslösen", sagte Adi Slebus gegenüber russischen Medien.

Das Klima hier [in der Region Stawropol] ist gemäßigt, und dieses Land ist von Gott für die Landwirtschaft geschaffen. All das ist sehr attraktiv.

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(Archivbild). Eine israelische Soldatin des Artilleriebataillons Haraam nimmt am 1. März 2017 an einer Trainingseinheit in Krav Maga, einer israelischen Selbstverteidigungstechnik, auf einer Militärbasis in den von Israel besetzten Golanhöhen teil.

"Umgekehrte Apartheid", um Misswirtschaft zu bemänteln?

Die neue südafrikanische Regierung unter der Führung von Präsident Cyril Ramaphosa hat angekündigt, das Land, das seit Beginn des 17. Jahrhunderts von weißen Bauern in Besitz genommen wurde, an schwarze Bürger des Landes "zurückzugeben". Die Regierung erklärte, dass sie auf diese Weise vorhabe, dem, was sie das "Erbe der Apartheid" nennt, ein Ende zu setzen, da das meiste Land Südafrikas immer noch in den Händen der weißen Minderheit sei. Burische Vertreter sprechen hingegen von "umgekehrter Apartheid" auf Kosten ihrer Volksgruppe und davon, dass die Regierung in Pretoria auf diese Weise die Folgen eigener Misswirtschaft für ihr Zielpublikum abmildern will.

Menschenrechtsgruppen weisen darauf hin, dass die Initiative zu Gewalt aufstachelt. Nach Angaben der in Südafrika umstrittenen burischen Minderheitenrechtsgruppe AfriForum gab es in Südafrika zwischen 2016 und 2017 unter anderem 74 Morde und 638 Angriffe, die sich hauptsächlich gegen weiße Farmer und deren Familien richteten.

Russland mit offensivem Ackerlandprogramm als möglicher Zufluchtsort

Die Bauern seien bereit, einen Beitrag zu Russlands boomendem Agrarsektor zu leisten, erläutert ein burischer Vertreter in einem Bericht des russischen Senders Rossija 1. Jede Familie wolle bis zu 100.000 US-Dollar für die Pacht von russischem Agrarland aufzubringen.

Russland verfügt über 43 Millionen Hektar ungenutzten Ackerlandes. Das Land hat vor kurzem damit begonnen, russischen Bürgern kostenlos Land für den Anbau von Agrarprodukten zur Verfügung zu stellen. Das im Jahr 2014 gestartete Landverteilungsprogramm gilt als großer Erfolg.

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