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Moskauer Gericht verhaftet Milliardär wegen Verdachts auf Veruntreuung von 44 Millionen US-Dollar

Moskauer Gericht verhaftet Milliardär wegen Verdachts auf Veruntreuung von 44 Millionen US-Dollar
Der russische Milliardär Sijawudin Magomedow, Miteigentümer der Summa-Unternehmensgruppe, wurde am Samstag verhaftet, weil er Millionen von staatlichen Geldern für Infrastruktur- und Energieprojekte unterschlagen haben soll.

Magomedow wurde in Moskau zusammen mit seinem Bruder und Summa-Miteigentümer Magomed Magomedow sowie dem Leiter einer der an Summa beteiligten Firmen, Artur Maxidow, verhaftet.

Die Geschäftsleute werden der ungerechtfertigten Erlangung von Vermögensvorteilen durch Betrug und Unterschlagung verdächtigt, was sie als Teil einer Gruppierung im Rahmen der organisierten Kriminalität bewerkstelligt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das erlangte Geld, etwa 2,5 Milliarden Rubel (44 Millionen US-Dollar), aus Russland auf im Ausland liegende Offshore-Konten von Magomedow übertragen wurde. Der genaue Verbleib des Geldes sei unbekannt, so die Staatsanwaltschaft am Samstag.

Verdacht auf Korruption: Der russische Wirtschaftsminister Aleksej Uljukaew sieht sich Vorwürfen konfrontiert.

Magomedow, der über seine Summa-Gruppe an Bau-, Logistik-, Transport- und Energieunternehmen beteiligt ist, landete auf der Forbes-Liste der reichsten Geschäftsleute Russlands auf Platz 63. Sein Privatvermögen wird auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sein Bruder Magomed hat einen geschätzten Nettowert von 0,45 Milliarden US-Dollar.

Im Vorfeld der Festnahmen hatten umfangreiche Durchsuchungen in 25 russischen Regionen stattgefunden, darunter auch in Moskau, die alle zur selben Zeit angesetzt waren, berichtete das russische Innenministerium.

Warum wollte Magimedow in die USA?

Die russische Zeitung Kommersantberichtete, dass auch Untersuchungen im Gange sind über die Veruntreuung von rund 752 Millionen Rubel (13,2 Millionen US-Dollar) aus dem Bau eines Fußballstadions in der russischen Exklave Kaliningrad. Dieser war für die bevorstehende FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in Auftrag gegeben worden.

Bei der Vorverhandlung vor dem Moskauer Bezirksgericht Twerskoj plädierte Magomedow für nicht schuldig und behauptete, dass der Tatvorwurf gegen ihn "der Prüfung nicht standhält". Das Gericht ordnete an, dass Magomedow und sein Bruder vorerst für zwei Monate (bis zum 30. Mai) in Untersuchungshaft kommen. Dabei wurde eine beispiellos hohe Kaution abgelehnt. Diese belief sich auf die Gesamtsumme des Schadens, dessen die Brüder beschuldigt werden, dem Staatshaushalt verursacht zu haben – 2,5 Milliarden Rubel.

Die Ermittler argumentierten, dass Magomedow für den Tag nach seiner Festnahme Tickets nach Miami gebucht hatte und außerdem vor der Anklage fliehen könnte, da ihm auch ein Privatjet zur Verfügung steht. Magomedow betonte hingegen, dass er sich in den USA einer medizinischen Behandlung unterziehen wollte und beabsichtigte, bis zum 10. April nach Moskau zurückzukehren.

Weitere Anklagen und Haftbefehle erwartet

Die Untersuchung ergab, dass mindestens fünf weitere Personen in diesen Veruntreuungsuntersuchungen, die zu den meistbeachteten der letzten Jahre in Russland gehören, mit einer Anklage zu rechnen haben. Zwei von ihnen sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der Flucht. Gegen sie erging bereits ein Haftbefehl.

Zu den Aktivitäten der Summa-Gruppe gehört auch eine Beteiligung am Noworossijski morskoi torgowy port (NMTP), Russlands größtem kommerziellen Seehafenbetreiber, den sie gemeinsam mit dem russischen staatlichen Ölkonzern Transneft und der FESCO Transportation Group besitzt.

Neben seinen Investitionen in Projekte in Russland sitzt Magomedow im Vorstand des in Los Angeles ansässigen Unternehmens Virgin Hyperloop One, eines futuristischen Transportunternehmens unter dem Vorsitz von Richard Branson.

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