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Russland beschließt Schließung des US-Konsulats in Sankt Petersburg & verweist mehrere US-Diplomaten

Russland beschließt Schließung des US-Konsulats in Sankt Petersburg & verweist mehrere US-Diplomaten
Russland wird sechzig US-Diplomaten ausweisen und das US-Konsulat in Sankt Petersburg schließen, als Reaktion auf die von den USA und Großbritannien initiierte Ausweisung russischer Diplomaten, hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt.

Der US-amerikanische Botschafter zu Moskau, Jon Huntsman, wurde in das Außenministerium einberufen. Der Diplomat wurde vom stellvertretenden russischen Außenminister Sergej Rjabkow über die Schritte der russischen Seite unterrichtet, informierte Lawrow während einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem UN-Sonderbeauftragten zu Syrien, Staffan de Mistura.

In der russischen Botschaft in Berlin arbeiten künftig vier Diplomaten weniger.

Am vergangenen Montag entschied Washington, 48 russische Diplomaten aus der bilateralen Mission und 12 weitere aus der UN-Mission auszuweisen. Außerdem wurde das russische Konsulat in Seattle geschlossen. Kanada, Australien und eine Reihe von US-Verbündeten in Europa drängten über 90 russische Diplomaten zur Abreise.

Zusätzlich zur Spiegelreaktion auf die Aggression aus den USA wird Moskau die gleiche Anzahl von Diplomaten jener Länder zur Ausreise bitten, die sich den USA und Großbritannien beim Verweis russischer Beamter angeschlossen haben, kündigte Lawrow an.

Die faktische Vertreibung von russischen Diplomaten begann am 14. März, als das Vereinigte Königreich 23 russische Diplomaten zu personae non grata erklärte und behauptete, Moskau wäre "höchstwahrscheinlich" hinter der angeblichen Vergiftung des ehemaligen Spions Sergej Skripal und seiner Tochter Julia mit dem chemischen Kampfstoff "Novitschok". Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen und die britische Regierung aufgefordert, Beweise vorzulegen. Bisher gab es keine.

"Wir wissen, dass Russland für diesen Angriff verantwortlich ist. Das steht außer Frage", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag. Als sie jedoch aufgefordert wurde, Beweise zu nennen, sagte sie, dass das Wort des britischen Verbündeten für Washington gut genug sei.

"Wenn das Vereinigte Königreich uns sagt, sie hätten Beweise, dass sie wissen, dass Russland verantwortlich war, haben wir allen Grund, ihnen zu glauben", unterstrich Nauert.

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