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Für den Ernstfall: Russischer Ölgigant Rosneft bereitet eigenes Überweisungssystem vor

Für den Ernstfall: Russischer Ölgigant Rosneft bereitet eigenes Überweisungssystem vor
Arbeiter neben dem Logo der russischen Ölfirma Rosneft
Der russische Ölgigant Rosneft bereitet sich auf den Fall vor, dass Russland als Teil der westlichen Sanktionen vom internationalen Bankenüberweisungssystem SWIFT ausgeschlossen wird. Auch auf einen Ausschluss vom World Wide Web ist Russland vorbereitet.

Bereits im Dezember testete Rosneft eine russische Version von SWIFT, teilte der Vizepräsident der Gazprombank Andrej Koroljow gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit. Dies sei das erste Mal gewesen, dass eine Nachbildung von SWIFT (Society for World Wide Interbank Financial Telekommunikation) zum Einsatz gekommen sei, nachdem diese 2014 vorgestellt wurde. Die Gazprombank ist Russlands drittgrößte Bank. Sowohl Rosneft als auch die Bank wurden bereits Opfer von US-Sanktionen. Der potenzielle Ausschluss Russlands aus SWIFT bereitet  russischen Banken seit 2014 Sorgen, als EU und USA die erste Runde internationaler Sanktionen gegen Moskau vorstellten. Als Begründung diente die Ukraine-Krise. 

Gegründet im Jahr 1973, hat die SWIFT-Organisation ihren Sitz in Brüssel und unterliegt EU-Recht. Im Aufsichtsrat sitzen die Notenbanken der USA, Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Großbritannien, der Niederlande und Schwedens. 

Hieran angeschlossen sind mehr als 10.000 Banken. Im vergangenen Jahr versandte die Organisation etwa 26,71 Millionen SWIFT-Nachrichten pro Tag. Der internationale Zahlungsverkehr mit juristischer Absicherung ist nur mit SWIFT möglich. Seit dem 11. September 2001 übermittelt SWIFT freiwillig Informationen zu Transaktionen an US-Behörden. 2012 blockierte SWIFT infolge von Sanktionen der EU den Datenverkehr mit iranischen Banken. Seit Februar 2016 können die Europäisch-Iranische Handelsbank AG in Hamburg und mehrere Banken im Iran wieder von SWIFT Gebrauch machen. Am Beispiel des Iran war zu sehen, wie groß die wirtschaftlichen Einbußen aufgrund dieses Ausschlusses waren.  

Der russische stellvertretende Premierminister Arkadi Dworkowitsch sagte im Februar: 

Sicherlich ist es unangenehm, denn es wird ein Hemmschuh für Unternehmen und Banken sein und die Arbeit verlangsamen. Es wird unvermeidlich sein, einige ältere Technologien für den Informationstransfer und die Berechnungen einzusetzen. Die Unternehmen sind jedoch technisch und psychologisch bereit für den Ausschluss, da diese Bedrohung wiederholt geäußert wurde. 

German Klimenko, ein Berater des russischen Präsidenten, sagte im März, dass Moskau sich auf eine Abkopplung vom World Wide Web vorbereitet habe. Ein eigenes Internet mit eigenen Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Werbung stehe bereit. Damit sei Russland vorbereitet und weniger abhängig vom globalen Netz. 

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