Deutlich früher als geplant: Krim-Brücke soll im Mai für den Autoverkehr geöffnet werden

Deutlich früher als geplant: Krim-Brücke soll im Mai für den Autoverkehr geöffnet werden
Die Brücke, die das russische Festland mit der Halbinsel Krim verbindet, wird im Mai dieses Jahres und damit sechs Monate früher als geplant für den Fahrzeugverkehr eröffnet. Das hat das russische Ministerium für Transport verkündet.

Die Eröffnung der Überfahrt soll in zwei Etappen ablaufen. PKW und Busse werden sollen die Brücke ab Mai und Lastwagen ab Dezember überqueren dürfen.

Mit 19 Kilometern Spannweite über die Straße von Kertsch ist es die längste Brücke Europas. Die Brücke wird auch über einen Bahnabschnitt verfügen, der Anfang 2019 eröffnet werden soll. Bei maximaler Auslastung wird die Verbindung rund 40.000 Fahrzeuge pro Tag aufnehmen können. Die Brücke soll außerdem den Transport von mindestens 14 Millionen Bahnpassagieren sowie mindestens 13 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr ermöglichen.

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Die Infrastruktur besteht aus drei Segmenten. Der erste Abschnitt von sieben Kilometern erstreckt sich von der Taman-Halbinsel bis zur Tuzla-Spitze, ein Abschnitt von 6,5 Kilometern zieht sich über die Insel Tuzla und der letzte Abschnitt von 5,5 Kilometern erstreckt sich von der Insel Tuzla bis zur Halbinsel Krim.

Die Verbindung wurde lebenswichtig für die Krim, nachdem deren Bevölkerung im Jahr 2014 beschlossen hatte, sich mit Russland wiederzuvereinen, da die einzige Verbindung der Halbinsel zum Festland über ukrainisches Staatsgebiet führt. Derzeit werden regelmäßige Passagier- und Frachtlieferungen durch Direktflüge und Fähren von Häfen in Südrussland organisiert.