Trotz Skripal-Affäre: Ausländische Investitionen in Russland nehmen weiter zu

Trotz Skripal-Affäre: Ausländische Investitionen in Russland nehmen weiter zu
Das Geschäftsviertel der Stadt Moskau – "Moscow-City"
Trotz der jüngsten Anschuldigungen über die angebliche Vergiftung eines ehemaligen Doppelagenten in Großbritannien durch Moskau hat der russische Aktienmarkt weiter Kapital von ausländischen Investoren angezogen, verlautbart das Sberbank Investment Research.

Laut einer Analyse der Forschungs- und Investitionsabteilung der russischen Sberbank, die Daten aus dem Emerging Portfolio Fund Research (EPFR) enthält, teilten ausländische Investoren in der Woche bis zum 14. März dem russischen Markt insgesamt 146 Millionen US-Dollar zu, was im Vergleich ein Drittel mehr ist als die in der Vorwoche investierten 112 Millionen US-Dollar. Alle Investitionen wurden über globale Fonds getätigt, berichtet die russische Wirtschaftszeitung Kommersant.

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Die EPFR-Schätzungen zeigen, dass globale Fonds ihre Investitionen in russische Vermögenswerte innerhalb von drei Wochen bis zum 14. März um bis zu 637 Millionen US-Dollar erhöht haben, da die Nachfrage ausländischer Investoren nach Investitionen in Zukunftsmärkte stark war.

In der Vorwoche hat das Finanzministerium der Russischen Föderation über die Ausgabe von Eurobonds umgerechnet vier Milliarden US-Dollar aufbringen können. Institutionelle Anleger aus dem Vereinigten Königreich haben etwa die Hälfte der aufgelegten 2.047 Papiere erworben.

Staatsanleihen dank verlässlicher Bedienung von Schulden rentabel

Zusammen mit russischen Investoren sind sie damit die größten Nachfrager der neuen elfjährigen Anleihen, so das Unternehmen VTB Capital, das die Emission durchgeführt hat. Der staatliche russische Energiekonzern Gazprom hat nach Angaben des Ministeriums eine separate 750-Millionen-Euro-Anleihe ausgegeben, die dreimal überzeichnet wurde.

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Laut dem Geschäftsführer der Van-Der-Black-Investmentgruppe, Stas Maschagin, sind Russlands Anleihen nach wie vor sehr profitabel und Investoren mögen das.

Jeder versucht immer noch, mit einem Staatshaushalt so viel wie möglich zu verdienen. Deshalb werden die Zinsen für unsere Verpflichtungen so lange beibehalten, bis die jährlichen Zinssätze auf drei bis vier Prozent sinken. Unser Land restrukturiert und bezahlt alle Schulden, auch die der UdSSR. Diese hohe Solvenz ist für Investoren sehr wichtig", sagte Maschagin den Medien.