Abstimmung im Ausland: Schlangen vor Botschaften, Rekordwahlbeteiligung erwartet

Abstimmung im Ausland: Schlangen vor Botschaften, Rekordwahlbeteiligung erwartet
Wartende Wähler vor der russischen Botschaft.
Vor vielen Auslandsvertretungen standen heute lange Schlangen. Vor der russischen Botschaft in Berlin wartete man bis zu einer Stunde bei null Grad, bis man in die Prachträume des historischen Gebäudes hereingelassen wurde. Dort herrschte ausgelassene Stimmung.

Jeder, der heute ab 10 Uhr zur Präsidentschaftswahl in die russische Botschaft auf dem Prachtboulevard Unter den Linden gekommen ist, um seine Bürgerpflicht schnell zu erledigen, fand überraschend eine lange Menschenschlange vor. Doch in der Menschenmenge merkte man - für die Menschen war die Wahl ein Erlebnis. Viele in Deutschland lebende russische Bürger wählten zum ersten Mal.  

Abstimmung im Ausland: Schlangen vor Botschaften, Rekordwahlbeteiligung erwartet
Vor dem Eingang zur russischen Botschaft.

Das gleiche Bild bot sich auch in der lettischen Hauptstadt Riga, im kirgisischen Bischkek und in vielen anderen europäischen Städten.

Riga
Wartende russische Wähler im lettischen Riga

Die Mittelpromenade vor dem Haupteingang zur russischen Botschaft in Berlin bat Platz für gelegentliche Proteste gegen den russischen Präsidenten vonseiten der in Deutschland lebenden tschetschenischen Separatisten oder gegen die Angliederung der Halbinsel Krim. Zu Ausschreitungen kam es jedoch nicht.

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Die Protestler vor der russischen Botschaft tragen einen Sarg mit einer Putin-Puppe. Ihr Ziel: der Alexanderplatz.

Der Pressesprecher der russischen Botschaft, Denis Mikerin, sagte, dass schon um 10 Uhr 16.000 russische Bürger ihre Stimmen in Deutschland abgegeben haben, darunter viele bereits an Tagen zuvor in den mobilen Wahllokalen. Die komplette Wahlbeteiligung der russischen Bürger im Jahr 2012 lag bei 21.000.

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