Sicherheitsbedenken: Visa und MasterCard verlieren Zugang zu neuesten russischen Finanztechnologien

Sicherheitsbedenken: Visa und MasterCard verlieren Zugang zu neuesten russischen Finanztechnologien
Der Verband Fintech, das russische Zentrum für neue Finanztechnologie, hat die beiden weltweit meistgenutzten Zahlungssysteme, Visa und MasterCard, ausgeschlossen. Dies nimmt ihnen den Zugang zu neuesten russischen Finanztechnologien.

Ein Sprecher von Fintech teilte mit, der Schritt erfolge vor dem Hintergrund von Sicherheitsfragen.

Die Russische Zentralbank, Sberbank, VTB, Gazprombank, Alfa Bank und andere große Banken und haben das Finanzinstitut Fintech im Dezember 2016 gegründet. Zu den Zweckbestimmungen des Zentrums gehören die Entwicklung und Implementierung neuer technologischer Lösungen sowie die Digitalisierung der russischen Wirtschaft.

Eine Tafel mit Wechselkursen neben der Statue von Prinz Yury Dolgoruky, dem Begründer Moskaus im Jahr 1147, Moskau, Russland, 1. Dezember 2014.

Darüber hinaus entwickelt das Zentrum Methoden zur Fernidentifizierung, was biometrische Identifikationstechnologien einschließt. Außerdem arbeitet es an der Durchführung von Pilotprojekten für Blockchain-Lösungen und an der Schaffung eines einheitlichen Raums für den privaten Zahlungsverkehrs in Russland.

Fintech arbeitet zurzeit an Projekten hoher Geheimhaltungsstufe

Alma Obajewa, die Leiterin des Nationalen Zahlungsrates, erwähnte im Zusammenhang mit dem jüngsten Schritt von Fintech, dass sich das Zentrum möglicherweise mit Projekten beschäftige, die nicht öffentlich erörtert werden dürfen. Als Beispiel führte sie den kryptografischen Schutz an.

Russland fördert sein eigenes Zahlungssystem Mir. Alle vom Staat beschäftigten Russen und Rentner wurden dazu verpflichtet, ihre Visa- und MasterCard-Gehalts-Debitkarten gegen Mir-Karten auszutauschen.

Im Mai hatten nur drei Prozent der Russen eine Mir-Debitkarte und 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keine Notwendigkeit für ein alternatives Zahlungssystem sehen.