Bullen-Stimmung: Bestes Jahr für russische Börsengänge seit 2011 verzeichnet

Bullen-Stimmung: Bestes Jahr für russische Börsengänge seit 2011 verzeichnet
Börsengänge von russischen Unternehmen in London und Moskau haben in diesem Jahr 2,8 Milliarden US-Dollar eingebracht. Das ist das beste Ergebnis seit 2011. Es zeigt, dass sich Russland von der Krise, die durch niedrige Ölpreise und Sanktionen ausgelöst wurde, erholt.

Wie Bloomberg berichtet, ist die Gesamtzahl der Aktienverkäufe sogar noch höher. Denn wenn man die zusätzlichen Emissionen dazuzählt, liegt der Wert bei ungefähr 6,5 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.

Russland sah mit seinem nachlassenden Konjunkturzyklus, einer stabilisierenden Wirtschaft und einem soliden Rubel attraktiver aus",

sagte Julian Rimmer, ein Händler für aufstrebende Märkte bei der Investec Bank in London, der Agentur Bloomberg.

Laut dem Händler benötigen russische Unternehmen Eigenkapital, denn nachdem der Westen im Jahr 2014 die Anti-Russland-Sanktionen verhängt hat, wurde "Russland für mehrere Jahre von den Kapitalmärkten ausgeschlossen".

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Der größte Verkauf war der Börsengang des russischen Energieunternehmens En+, das von Oleg Deripaska kontrolliert wird. Von den 1,5 Milliarden US-Dollar, die eingenommen wurden, verwendete das Unternehmen 942,6 Millionen US-Dollar, um Schulden an staatliche Banken zurückzuzahlen. Die restlichen 500 Millionen gingen an Deripaskas Firma.

Der Hauptgrund, warum wir in diesem Jahr einen Anstieg der zusätzlichen Aktienverkäufe verzeichneten, war der Wunsch der Aktionäre, die Liquidität der Aktien zu erhöhen",

erklärte Wladimir Wedeneew, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Capital Asset Management in Moskau.

Angesichts des relativ stabilen Ölpreises und des Fehlens neuer geopolitischer Schocks dürfte sich dieser Trend im nächsten Jahr fortsetzen."

Mit einem Anstieg des Brent-Ölhandels um zwölf Prozent in diesem Jahr stehe Russland vor einem Bullenmarkt, der "noch drei bis fünf Jahre Bestand haben wird und tierische Stimmung bei Emittenten und Anlegern auslöst", so Witali Isakow, Vermögensverwalter bei Otkritie Asset Management.