Chefs der Sicherheitsdienste von GUS-Staaten besprechen in Moskau Kooperation und Terrorbekämpfung

Chefs der Sicherheitsdienste von GUS-Staaten besprechen in Moskau Kooperation und Terrorbekämpfung
Symbolbild
Im Vorfeld des Jubiläums der russischen Geheimdienste treffen die Chefs der Behörden von GUS-Staaten zusammen, um die Fragen der internationalen Kooperation sowie des Kampfes gegen aktuelle Herausforderungen zu besprechen.

Am 20. Dezember feiern die russischen Geheimdienste ihr hundertjähriges Jubiläum. Im Jahr 1917 wurde die Außenordentliche Allrussische Kommission zur Bekämpfung von Konterrevolution, Spekulation und Sabotage gegründet. Das ist der Vorgänger der heutigen russischen Sicherheitsdienste. Im Laufe von Jahren wurde die Behörde mehrmals umbenannt und umgestaltet, um jetzt ihre aktuelle Struktur zu erhalten. Während des Zweiten Weltkrieges leisteten Mitarbeiter der sowjetischen Geheimdienste einen wichtigen Beitrag zur Befreiung des Landes von der feindlichen Armee. Oft opferten die Geheimdienstler ihre Leben, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Heute beschäftigt sich der Inlandsgeheimdienst FSB mit der Terrorismus- und Spionagebekämpfung, dem Schutz der Verfassungsordnung sowie dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Korruption.

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Im Vorfeld des Jubiläums fand am 19. Dezember die 43. Sitzung des Rates der Chefs von Sicherheitsdiensten der GUS-Staaten statt. Als Beobachter nahmen an der Sitzung auch die Vertreter der Geheimdienste aus Deutschland, Frankreich, Italien, Serbien und Spanien teil. Die Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten Russlands und der Nachbarstaaten sowie der regelmäßige Austausch von Informationen spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die globalen Bedrohungen und Herausforderungen – in erster Linie ist es die Bekämpfung der internationalen terroristischen Gruppierungen wie "Islamischer Staat".

Dem Direktor von FSB, Alexandr Bortnikow, zufolge, ist die Gefahr der Terrormiliz bis heute noch groß – trotz der fast kompletten Niederlage dieser Organisation in Syrien und im Irak.

Eine große Gefahr geht von den heimkehrenden Dschihadisten aus, weil sie als Flüchtlinge oder Arbeitsmigranten in verschiedene Länder infiltrieren", betonte Bortnikow.

Nur eine effektive Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsdiensten könne diese Gefahr lahmlegen und Bevölkerung vor neuen Terroranschlägen schützen.

Chefs der Sicherheitsdienste von GUS-Staaten besprechen in Moskau Kooperation und Terrorbekämpfung
Alexandr Bortnikow

Auch der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergei Naryschkin, nahm an der Sitzung teil. In seiner Rede betonte er die Wichtigkeit der Kooperation. Ihm zufolge ist die internationale Lage sehr unstabil und unberechenbar. Die Situation spitzt sich wegen "unverantwortlichen Handlungen der wichtigen internationalen Akteuren" weiter zu.

"Die Welt wird dadurch zu einem globalen Kriegsherd", erklärte Naryschkin.

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