FSB-Chef: Russlands Geheimdienst vereitelte 2017 bereits 18 große Terroranschläge

FSB-Chef: Russlands Geheimdienst vereitelte 2017 bereits 18 große Terroranschläge
Der Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), Alexander Bortnikow, auf der VI. internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau im April 2017.
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat eine Terrorgruppe aufgedeckt, die Anschläge in den Neujahrsfeiertagen und vor den Präsidentenwahlen in Russland plante, teilte der FSB-Chef Alexander Bortnikow mit. Über 1.000 Terrorverdächtige sitzen derzeit in Haft.

Die aufgedeckte Gruppierung wurde aus dem Ausland gesteuert, teilte FSB-Chef Alexander Bortnikow in einer Sitzung des nationalen Anti-Terror-Komitees (NAK) mit. Die Einsatzkräfte konnten bei den Terroristen selbstgebastelte Sprengsätze, Schusswaffen und Munition beschlagnahmen. Auch ein Labor zur Produktion von Terrorutensilien und Sprengmitteln vermochten die Heimatschützer zu vernichten, sagte Bortnikow. Bei den festgenommenen Terrorverdächtigen handle es sich um drei Bewohner Zenralasiens. 

Beerdigungszeremonie für zwei getötete Polizisten in Astrachan am 6. April.

Insgesamt konnte der russische Geheimdienst auf dem Gebiet der Russischen Föderation 61 terroristische Verbrechen im Jahre 2017 vereiteln, darunter 18 Terroranschläge. 

FSB blickt auf intensives Arbeitsjahr zurück

Die Anschläge sollten nach dem Willen der Terroristen auf öffentlichen Plätzen mit großen Menschenmassen sowie im Umfeld strategischer Objekte stattfinden. Im Laufe des Jahres habe der FSB 56 geheime Terrorzellen aufgedeckt, so Bortnikow. Außerdem seien über 1.000 mutmaßliche Terroristen inhaftiert und 78 liquidiert worden: 

In Laufe des Jahres 2017 wurde mit koordinierender Rolle des NAK und des Föderalen Operationsstabs auf systematischer Grundlage ein Maßnahmenkomplex realisiert. Im Zuge dessen sind 1.018 Terrorverdächtige verhaftet und 78 Banditen mit ihren Handlanger neutralisiert worden", sagte der Chef von FSB und NAK. 

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Etwa 17.500 Ausländern wegen Terrorverdachts die Einreise verweigert

Bortnikow sagte, dass die Terroristen nach der Befreiung des syrischen Territoriums nach Wegen suchten, ihre Tätigkeit fortzusetzen, unter anderem auch in Russland. Seinen Angaben zufolge wurden 17.500 ausländischen Bürgern, in erster Linie aus den Staaten Zentralasiens, aufgrund eines Verdachtes der Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung, die Einreise auf das russische Territorium verweigert. In 80 Fällen haben die Behörden die Ausreise von Personen ins Ausland verhindert. Diese seien von internationalen Terrornetzwerken angeworben worden, so Bortnikow.   

Laut Bortnikow geben die Anführer der internationalen Terror-Organisationen ihre Versuche nicht auf, Herde für Terror-Aktivitäten in verschiedenen Regionen Russlands zu schaffen.

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