Russlands Wirtschaftsminister: Schlechte Infrastruktur ist größtes Problem der russischen Wirtschaft

Russlands Wirtschaftsminister: Schlechte Infrastruktur ist größtes Problem der russischen Wirtschaft
Schlechte Straßen und andere Infrastrukturprobleme sind die Hauptgründe dafür, dass die russische Wirtschaft nicht so schnell wächst wie sie es könnte. Dies erklärte der russische Wirtschaftsentwicklungsminister Maksim Oreschkin.

Ich bin überzeugt, dass die Infrastruktur eines der Hauptprobleme der russischen Wirtschaft ist. Wir sind hier unterinvestiert, die Qualität der Infrastruktur entspricht nicht dem sonstigen Entwicklungsstand Russlands und dies ist ein ernsthaftes Hindernis auf dem Weg des Wirtschaftswachstums",

sagte er der Nachrichtenwebsite Gazeta.ru.

Dieses Jahr wäre in der russischen Wirtschaft das erste seit der Krise, in dem Wachstum im Land zu verzeichnen sei.

Die Regierung der Russischen Föderation erwartet für 2017 positive Impulse für die heimische Wirtschaft. Das Weltwirtschaftsforum in Davos will man für Gespräche mit möglichen Partnern nutzen.

Das Wirtschaftsministerium Russlands prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum von zwei Prozent. Ökonomen wie der ehemalige Finanzminister Alexej Kudrin mahnten jedoch, dass das russische BIP nur dann dauerhaft wachsen könne, wenn der Kreml Strukturreformen in der Wirtschaft durchführt.

Zentralbank plant schrittweise Senkung des Leitzinses

Das Wirtschaftswachstum habe sich nach Angaben des russischen Wirtschaftsministeriums im Oktober auf ein Prozent gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Die Gründe dafür sind ein Rückgang der Produktion in der Rohstoffindustrie, eine rückläufige Produktion im verarbeitenden Gewerbe und schlechter als erwartet ausgefallene Ergebnisse im Bankensektor.

Gleichzeitig bleibt die Inflationsrate in Russland auf dem niedrigsten Stand seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und sank im November auf 2,5 Prozent. Angesichts der niedrigen Inflation plant die Zentralbank, den Leitzins schrittweise von derzeit 8,25 Prozent auf sechs bis sieben Prozent pro Jahr zu senken.

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