Leak bei den russischen Behörden? – Pepsi der Wirtschaftsspionage in Russland verdächtigt

Leak bei den russischen Behörden? – Pepsi der Wirtschaftsspionage in Russland verdächtigt
Russlands Gesundheitsaufsicht Rosselchosnadsor beabsichtigt, nationale Strafverfolgungsbehörden heranzuziehen, um gegen die PepsiCo wegen möglicher Wirtschaftsspionage vorzugehen, so die Sprecherin Julia Melano.

Die Regulierungsbehörde nimmt an, dass die US-amerikanische Softdrink-Firma versucht hat, Zugang zu einigen ihrer vertraulichen Informationen zu erhalten. PepsiCo, die Dutzende von Unternehmen in Russland besitzt, hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und sie als absurd bezeichnet.

"PepsiCo weist die heute von Rosselchosnadsor erhobenen Vorwürfe zurück. Wir halten uns strikt an die Regeln und Vorschriften in Russland und allen Ländern, in denen wir tätig sind", erklärte das Unternehmen in einer schriftlichen Antwort an RT.

Mehr lesen:Britische Behörden verbieten Nutzung von Kaspersky-Programmen im Sicherheitsbereich

Rosselchosnadsor hat eine interne Überprüfung gestartet, um festzustellen, ob PepsiCo Zugang zu vertraulichen Dokumenten erhielt.

"Laut den vorläufigen Ergebnissen unserer internen Prüfung konnte keiner der Mitarbeiter der Agentur, der Zugang zu den vertraulichen Dokumenten des Unternehmens hat, diese außerhalb der Organisation versenden. In diesem Zusammenhang kam die Agentur zu dem Schluss, dass es einen Hackerangriff auf die Firma PepsiCo gegeben haben könnte, um Zugang zu Geheiminformationen der russischen Behörden zu erhalten", sagte Melano.

Die Beamtin erklärte, dass ein internes Dokument illegal in die Hände von PepsiCo-Vertretern gelangt war, das Informationen über die Labor-Überwachung von PepsiCo-Milchverarbeitungsanlagen durch Rosselchosnadsor beinhaltete.

Durch den Erhalt dieser Informationen habe PepsiCo einen Wettbewerbsvorteil gegenüber russischen Unternehmen und war somit bereit für die Überprüfung durch die Behörde, unterstrich Melano.

"Diese Tatsache kann als Wirtschaftsspionage betrachtet werden. Rosselchosnadsor muss die Strafverfolgungsbehörden darüber informieren und wird das in naher Zukunft tun", sagte sie.