IOC-Urteil: Russische Sportler dürfen nur unter neutraler Fahne bei Winterspielen antreten

IOC-Urteil: Russische Sportler dürfen nur unter neutraler Fahne bei Winterspielen antreten
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nun seine Entscheidung zur Beteiligung russischer Athleten bei den anstehenden Winterspielen bekannt gegeben: Russische Sportler dürfen nur unter neutraler Fahne antreten. Hintergrund ist der Vorwurf, in Russland habe es systematisches und staatlich gedecktes Doping gegeben. Moskau dementiert die Anschuldigungen.

In einer Pressekonferenz verkündete der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die Entscheidung zum Umgang mit russischen Sportlern bei den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang. Hintergrund ist der Vorwurf, in Russland habe es systematisches und staatlich gedecktes Doping gegeben. Moskau dementiert die Anschuldigungen.

Der damalige Chef des russischen Anti-Doping-Zentrums, Grigori Rodtschenkow, in seinem Büro im Jahr 2009.

Die 14-köpfige Führungsspitze des IOC hatte zuvor mehrere mögliche Strafen ins Spiel gebracht: Neben einem Komplettausschluss aller russischen Sportler wurde auch die Variante erörtert, nachweislich sauberen Athleten die Teilnahme unter neutraler Flagge zu gestatten - also ohne russische Hymne und anderer nationaler Embleme. Debattiert wurde auch die Verhängung einer Geldstrafe.

Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach gab nun die Entscheidung bekannt: Russlands Sportler dürfen nur unter neutraler Flagge an den Spielen teilnehmen.

Moskau hatte zuvor erklärt, Strafen des IOC nicht einfach hinzunehmen. Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin kündigte an, das Land werde sich schützend vor seine Sportler stellen. Zu möglichen Gegenmaßnahmen wollte sich Dmitri Peskow aber nicht äußern. Russland hat auf jeden Fall das Recht, Entscheidungen des IOC vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten.

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