Putins Stratege im RT-Gespräch: Russen wollen mehr Gerechtigkeit, auch für Russland in der Welt

Putins Stratege im RT-Gespräch: Russen wollen mehr Gerechtigkeit, auch für Russland in der Welt
Patriotismus und Befreiung, Trikolor und St.Georgsband am Ort der Revolution: Die Teilnehmerinnen einer Kundgebung zur Unterstützung des Volksaufstandes in der Ukraine vor dem Denkmal für "Helden der Revolution von 1905" am 12. März 2014. Slogan auf den Westen: Heimat. Freiheit.
Russen wollen nach wie vor Gerechtigkeit, aber nicht um jeden Preis. Das ist eine der Lehren der Russischen Revolution vor 100 Jahren. Ein russischer regierungsnaher Experte erklärte uns, wie heutige Eliten revolutionäre Umtriebe bewerten.

Dmitri Orlow ist Autor des Konzepts "der neuen Mehrheit" von Wladimir Putin (2005) und als Mitautor des sogenannten "Putin Plans" beriet er ihn 2012 in seiner Präsidentschaftskampagne. Ihm wird die Wortschöpfung "Energetische Supermacht" zugeschrieben. Seine Agentur für politische und wirtschaftliche Kommunikation (APEK) legte im Jahr 2005 das Konzept zur Legitimierung der Privatisierungen während der 1990er Jahre vor.

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Im Jahr 2012 wurde Dmitri Orlow in das Präsidium der Regierungspartei "Einiges Russland" gewählt. Mit drei weiteren Autoren schrieb er den ideologischen Teil des Parteiprogramms bei den letzten Parlamentswahlen im Jahr 2017. Damit gehört der Diplom-Historiker zu den ideologischen Vordenkern der russischen Regierungs-Elite. In einem ausführlichen Gespräch mit RT Deutsch erläutert Orlow, worauf es der neuen russischen Elite im Hinblick auf die starke revolutionäre Tradition des Landes ankommt.